StormAudio · Serie

StormAudio ISP Elite MK3 Serie: Prozessoren mit 16 bis 32 Kanälen

Die aufrüstbare Plattform

Diese Reihe ist die obere Stufe des Programms, und ihr Kennzeichen ist nicht eine Zahl, sondern eine Eigenschaft: Der Hersteller nennt sie eine aufrüstbare Plattform mit Optionen in Hardware und Software. Was heute als Prozessor mit sechzehn Kanälen in ein Rack kommt, lässt sich später erweitern, und dieselbe Grundlage trägt Ausführungen mit vierundzwanzig und zweiunddreißig Kanälen. Aufgeführt ist die Reihe in zwei Bereichen. Geführt wird sie im Bereich „AV-Receiver und AV-Prozessoren", weil sie genau das ist, und im Bereich „Dante-Verstärker", weil eine Ausführung Tonsignale über ein Netzwerk verteilt. Der Hersteller nennt dafür AES67 und nicht Dante. Alle fünf Ausführungen teilen das Gehäuse mit vier Höheneinheiten, 46,58 Zentimetern Tiefe und 44,2 Zentimetern Breite sowie ein Schaltnetzteil für 100 bis 240 Volt. Für die Einordnung gegenüber der festen Alternative heißt das: Dort steht eine Kanalzahl fest, hier wächst die Plattform mit dem Raum. Wer ein Kino über Jahre ausbaut, trifft mit dieser Reihe die Entscheidung, die sich später nicht rächt, und zahlt dafür mit vier statt drei Höheneinheiten und etwas mehr Gewicht. Alle fünf Ausführungen teilen dabei dieselbe Grundlage, und das ist der Kern dieser Reihe.

Sechzehn, vierundzwanzig, zweiunddreißig

Die Kanalzahl ist die erste Entscheidung. Die kleinste Ausführung führt sechzehn diskrete Kanäle über analoge Ausgänge in XLR-Technik und wiegt 13,1 Kilogramm. Die mittlere führt vierundzwanzig Kanäle und verwaltet nach Herstellerangabe bis zu zweiunddreißig Lautsprecher bei 13,2 Kilogramm. Die größte führt zweiunddreißig Ausgangskanäle bei 13,6 Kilogramm. Eine Angabe gehört dabei genau gelesen: Für die Formate nennt der Hersteller je Ausführung eine eigene Zahl diskreter Kanäle. Bei der analogen Ausführung mit zweiunddreißig Ausgängen sind es bis zu vierundzwanzig, bei der digitalen Ausführung über AES/EBU bis zu zweiunddreißig und bei der Ausführung über IP bis zu vierundzwanzig. Wer eine bestimmte Zahl diskreter Kanäle braucht, prüft deshalb nicht die Zahl der Ausgänge, sondern diese Angabe. Die Gewichte unterscheiden sich geringfügig: 13,1 Kilogramm bei sechzehn Kanälen und 13,2 bei vierundzwanzig. Die analoge Ausführung mit zweiunddreißig Kanälen wiegt 13,6 Kilogramm, die beiden digitalen je 13,3. Für die Montage im Rack ist das ohne Bedeutung, für eine Lieferung mit einer Person nicht. Prüfen Sie diese Angabe deshalb am Spezifikationsblatt und nicht an der Modellbezeichnung.

Drei Wege nach draußen

Der zweite Unterschied betrifft die Art, wie die Signale das Gerät verlassen, und er hat Folgen für die ganze Anlage. Der erste Weg ist analog über XLR: Die Wandlung geschieht im Prozessor, und zu den Endstufen gehen symmetrische Leitungen. Der zweite Weg ist digital über AES/EBU; die Wandlung erfolgt dann nach Herstellerangabe in der Endstufe oder im aktiven Lautsprecher. Der dritte Weg ist Audio über IP nach AES67: Die Verteilung läuft über ein Netzwerk statt über Einzelleitungen, und der Hersteller nennt dafür ausdrücklich eine geplante Netzwerkinfrastruktur als Voraussetzung. Welcher Weg der richtige ist, entscheidet sich an den Endstufen und am Gebäude, nicht am Prozessor. Für eine klassische Anlage mit analogen Endstufen in einem Rack bleibt der analoge Weg der direkteste. Zu bedenken ist dabei, dass die Ausgangsart auch die Fehlersuche verändert. Bei analogen Leitungen lässt sich ein Kanal mit einem Kabel prüfen. Bei einer digitalen Verteilung über AES/EBU oder über IP betrifft eine Störung die Kette aus Prozessor, Verteiler und Endstufe. Dafür braucht es Zugang zu allen drei Stellen. Diese Folge gehört in die Entscheidung über die Ausgangsart hinein.

Vier Höheneinheiten, ein Netzteil

Für die Technikplanung sind die Angaben bei allen fünf Ausführungen gleich. Das Gehäuse misst 44,2 Zentimeter in der Breite, 46,58 Zentimeter in der Tiefe und 17,6 Zentimeter in der Höhe, also vier Höheneinheiten, gemessen ohne Montagewinkel und Füße. Das Gewicht liegt zwischen 13,1 und 13,6 Kilogramm. Die Versorgung läuft über ein Schaltnetzteil mit 100 bis 240 Volt, eine Länderausführung entfällt. Dazu kommen die Werkzeuge für den Raum: Dirac Live Active Room Treatment ist nach Herstellerangabe im Lieferumfang, und das Bassmanagement des Herstellers stimmt mehrere Subwoofer gemeinsam ab. Zur Plattform nennt der Hersteller außerdem Hardware- und Softwareoptionen zum Aufrüsten sowie eine Netzwerkanbindung für Steuerung, Fernüberwachung und Updates. Beides gehört in die Unterlagen, weil es über die Lebensdauer der Anlage entscheidet. Zu beziehen ist diese Reihe in Deutschland und Österreich bei der mediacraft AG. Zwei Dinge gehören bei dieser Reihe zusammengedacht: die Zahl der Kanäle und die Zahl der Endstufen. Zweiunddreißig Kanäle heißen zweiunddreißig Endstufenkanäle, und das sind mehrere Geräte mit eigener Zuleitung und eigener Abwärme. Wer die Kanalzahl erhöht, erhöht damit immer auch den Platz im Rack und die Last am Stromkreis. Diese Rechnung gehört in dieselbe Planung wie die Kanalzahl.