Sonance · Serie

Sonance Volume Controls: Lautstärkeregler mit Impedanzanpassung

Lautstärke im Raum

Es gibt zwei Orte, an denen die Lautstärke eines Raums gestellt werden kann: zentral im Technikschrank oder im Raum selbst. Dieser Regler ist für den zweiten Weg gemacht. Er wird unter Putz in eine Dose gesetzt, trägt einen Drehknopf und sitzt damit dort, wo gehört wird. Für Räume ohne Bedienstelle und ohne Netzwerkanbindung ist das die einfachste Lösung, die es gibt: keine Versorgung, keine Konfiguration, keine Anwendung auf einem Telefon. Geführt wird er im Bereich Sonstiges Zubehör, denn er ist keine Komponente der Anlage, sondern ein Bauteil in der Lautsprecherleitung. Die Bauform folgt dem Decora-Format und misst 44,45 mal 101,6 mal 69,85 Millimeter. Technisch steckt mehr darin, als ein Drehknopf vermuten lässt: ein Autoformer mit einstellbaren Impedanz-Jumpern, der dafür sorgt, dass der Verstärker in jeder Stellung eine passende Last sieht. Zu beachten ist dabei, dass dieser Weg und eine Bedienstelle mit Netzwerkanbindung nicht miteinander konkurrieren. Sie gehören in verschiedene Räume. Wo eine Anlage Zonen bildet und Quellen verteilt, wird dort bedient; wo Lautsprecher an einem Verstärker eines anderen Raums hängen, ist dieser Regler die einzige sinnvolle Lösung.

Zwölf Positionen, leise geschaltet

Der Drehregler arbeitet nicht stufenlos, sondern mit zwölf Positionen, und der Hersteller nennt ihn ausdrücklich leise schaltend. Beides ist eine bewusste Entscheidung und kein Sparen. Feste Positionen sind reproduzierbar: Stellung vier bleibt Stellung vier, auch nach einem Jahr, und zwei Räume lassen sich auf dieselbe Stellung bringen. Dazu kommt die Haltbarkeit, denn ein Schalter mit Rastpositionen nutzt sich weit langsamer ab als ein Potentiometer, über das Lautsprecherleistung läuft. Leise schaltend heißt, dass beim Weiterdrehen kein Knacken aus den Lautsprechern kommt, und genau das ist bei einem Regler in der Lautsprecherleitung die anspruchsvolle Aufgabe. Was der Regler nicht kann, gehört dazu: Er schaltet eine Zone nicht ab, sondern dreht sie nur bis zur niedrigsten Stellung herunter, und er bedient keine Quelle. Dieser Regler ist damit eine Ergänzung und kein Ersatz für eine Bedienstelle. Wer in einem Raum Quellen wählen oder eine Anlage einschalten möchte, braucht eine Zone mit Bedienstelle. Wer nur lauter und leiser braucht, ist hier richtig und bleibt es über Jahrzehnte.

Der Autoformer hält die Last

Ein einfacher Regler in einer Lautsprecherleitung hat ein Problem: Je weiter er zudreht, desto mehr verändert er die Last, die der Verstärker sieht. Bei einem Verstärker, an dem mehrere Räume hängen, summiert sich das, und am Ende arbeitet er außerhalb seiner Angaben. Dieser Regler löst das mit einem Autoformer, also einem Übertrager, der die Last anpasst statt sie zu verheizen. Dazu gehören einstellbare Jumper, mit denen die Anpassung auf die Zahl der Lautsprecher an diesem Verstärker abgestimmt wird. Diese Jumper sitzen im Inneren und werden beim Einbau gesetzt, nicht später: Ist die Blende montiert und die Wand geschlossen, ist eine Änderung eine Demontage. Halten Sie deshalb vor der Montage fest, wie viele Räume an demselben Verstärker hängen, denn danach richtet sich die Einstellung. Praktisch heißt das zweierlei. Zum Einbau gehört die Angabe, wie viele Lautsprecherpaare an demselben Verstärker hängen, und zur Dokumentation gehört die gewählte Stellung. Ohne diese Notiz ist bei einer Erweiterung der Anlage nicht erkennbar, worauf die Regler abgestimmt wurden, und dann beginnt eine Suche hinter mehreren Blenden. Rechnen Sie außerdem damit, dass die Anpassung Pegel kostet, wie jede Lastanpassung. Ein Raum hinter einem solchen Regler ist in gleicher Stellung leiser als ein Raum, der direkt am Verstärker hängt. Für Nebenräume ist das ohne Bedeutung, für eine Außenzone mit Pegelbedarf nicht.

Dose und Rahmen

Zwei Angaben entscheiden darüber, ob dieser Regler montiert werden kann. Erstens die Dose: Der Hersteller nennt eine Einbaudose im US-Format. Das ist nicht die runde Gerätedose, die hier für Schalter verbaut wird, und sie gehört deshalb mitgeplant und mitbestellt, bevor die Wand geschlossen wird. Zweitens der Abdeckrahmen: Er gehört nach Herstellerangabe nicht zum Lieferumfang und wird getrennt bestellt. Bei einer Anlage mit fünf Reglern sind das fünf Positionen, die leicht vergessen werden. Dazu kommt die Bautiefe von 69,85 Millimetern. Hinter der Blende sitzt der Übertrager, und dahinter brauchen zwei Lautsprecherleitungen Platz; eine flache Dose genügt dafür nicht. Die Belastbarkeit gibt der Hersteller mit 60 Watt je Kanal an. In Deutschland und Österreich ist die mediacraft AG die Bezugsadresse. Was dieser Regler nicht leistet, gehört dazu: Er wählt keine Quelle, zeigt nichts an und trennt die Zone nicht vollständig. Alles davon ist Aufgabe der Anlage oder eines Schalters, und wer es erwartet, hat die falsche Position vor sich. Für die Montage gehören damit drei Positionen zusammen: der Regler, die Einbaudose und der Abdeckrahmen. Fehlt eines davon, ist die Stelle am Einbautag nicht fertigzustellen.