Sonance · Serie

Sonance Visual Performance: flacher Einbausubwoofer und Miniaturlautsprecher

Wenig sehen, viel hören

Diese Reihe folgt einem Gedanken, der sich in jedem Modell wiederfindet: so wenig Fläche wie möglich und so wenig Tiefe wie möglich. Zwei Modelle zeigen das in zwei Richtungen. Das eine ist ein Einbausubwoofer, der mit 98 Millimetern Tiefe in eine Wand oder eine Decke passt, in die ein gewöhnlicher Subwoofer nicht hineinginge. Das andere ist ein Deckenlautsprecher mit 109 Millimetern Außendurchmesser, der in einer Decke nicht größer wirkt als ein Einbaustrahler. Geführt werden beide in zwei Bereichen: bei den Subwoofern und bei den Einbaulautsprechern. Gemeinsam haben sie ein überstreichbares Gitter, das nach dem Streichen der Fläche kaum noch auffällt. Unterschiedlich ist alles andere, von den Maßen über die Leistung bis zur Impedanz. Beide Modelle lösen damit eine Aufgabe, die sonst zu einem Kompromiss führt: Technik in einem Raum, in dem keine Technik zu sehen sein soll. Zu beachten ist dabei, dass eine kleine Ansichtsfläche akustisch nicht umsonst zu haben ist. Ein kleiner Lautsprecher bewegt weniger Luft, und ein flacher Subwoofer hat weniger Volumen hinter sich als ein stehender. Beide Modelle lösen das auf ihre Weise, und beide haben deshalb Grenzen, die hier genannt sind. Beide Modelle sind deshalb keine Allzwecklösung, sondern eine Antwort auf eine Vorgabe.

Der flache Subwoofer

Der Einbausubwoofer arbeitet mit einem Tieftöner von 10 Zoll und überträgt nach Herstellerangabe von 34 Hertz bis 250 Hertz mit plus oder minus 3 Dezibel. Die untere Grenze ist die bemerkenswerte Zahl: 34 Hertz aus einem Korpus von 98 Millimetern Tiefe. Die Belastbarkeit beträgt 250 Watt, die Impedanz 8 Ohm nominal und der Wirkungsgrad 90 Dezibel bei 2,83 Volt auf einen Meter. Für den Einbau sind drei Maße maßgeblich: 324 mal 324 Millimeter Ausschnitt, 98 Millimeter Einbautiefe und 381 mal 381 Millimeter Außenmaß. Das Gewicht liegt bei 6 Kilogramm, das Gitter ist quadratisch und überstreichbar. Eine Angabe gehört dazu, weil sie eine weitere Position auslöst: Dieser Subwoofer ist passiv und wird über einen Subwoofer-Verstärker betrieben. Ohne diesen Verstärker gibt er keinen Ton, und er gehört in dieselbe Bestellung. Für die Lage gilt eine einfache Regel: Ein Einbausubwoofer arbeitet in der Fläche, in die er eingebaut wird, und der Hohlraum dahinter wirkt mit. Eine Decke mit großem Hohlraum verhält sich anders als eine Ständerwand mit 100 Millimetern, und deshalb gehört die Stelle vor der Montage festgelegt und nicht danach. Rechnen Sie außerdem die Zuleitung ein: Ein passiver Subwoofer braucht eine Lautsprecherleitung vom Verstärker und keine Steckdose.

Der kleine Deckenlautsprecher

Der Deckenlautsprecher dieser Reihe ist bewusst klein: 109 Millimeter Außendurchmesser, 99 Millimeter Einbauöffnung, 99 Millimeter Einbautiefe und 1,4 Kilogramm. In der Decke bleibt damit ein Kreis, der neben Einbaustrahlern nicht auffällt. Technisch nennt der Hersteller einen Konus von 3,5 Zoll aus einem Laminat aus Carbonfaser und Rohacell mit Gummisicke sowie eine Keramikkalotte von 0,75 Zoll, ferrofluidgekühlt und mit akustischer Rückkammer. Der Übertragungsbereich reicht von 75 Hertz bis 20 Kilohertz mit plus oder minus 3 Dezibel, die Belastbarkeit beträgt 100 Watt. Für Musik in einem Flur, einem Ankleidezimmer oder einem Bad ist das richtig dimensioniert; für Tiefton ist dieser Lautsprecher nicht gebaut, und unterhalb von 75 Hertz übernimmt ein Subwoofer. Das Modell ist nach den vorliegenden Unterlagen abgekündigt. Für die Zahl je Raum gilt dasselbe wie bei größeren Modellen: zwei für Stereo und einer bei sehr kleinen Räumen. Bei langen Flächen sind eher vier kleine Lautsprecher richtig als zwei große. Gerade in dieser Größe ist eine gleichmäßige Verteilung wichtiger als die Leistung je Stelle.

Zehn Ohm und 83 Dezibel

Zwei Angaben des kleinen Deckenlautsprechers fallen aus dem Rahmen und gehören erklärt. Die erste ist die Impedanz: 10 Ohm nominal statt der üblichen 8 Ohm. Der Hersteller nennt dazu den Grund, nämlich viele Lautsprecher an einer Anlage. Eine höhere Impedanz je Lautsprecher bedeutet, dass mehrere parallel betrieben werden können, bevor die Last für den Verstärker zu niedrig wird. In einem Haus mit vielen kleinen Räumen ist das die eigentliche Eigenschaft dieses Modells. Die zweite ist der Wirkungsgrad: 83 Dezibel bei 2,83 Volt auf einen Meter. Das ist deutlich weniger als bei größeren Einbaulautsprechern, und es heißt, dass für den gleichen Pegel mehr Leistung nötig ist. Für kleine Räume ist das unkritisch, für einen Wohnraum ist dieses Modell die falsche Wahl. Für Deutschland und Österreich ist die mediacraft AG zuständig. Beide Modelle tragen ein überstreichbares Gitter. Das ist keine Nebensache, sondern der Grund, warum diese Reihe in anspruchsvollen Innenräumen eingesetzt wird: Nach dem Anstrich in der Flächenfarbe bleibt die Form, aber der Kontrast verschwindet. Abgenommen wird das Gitter dafür und einzeln gestrichen, und zwar in der Farbe der Fläche und nicht in Weiß, wenn diese nicht weiß ist. Nach dem Einbau ist das die einzige Arbeit, die an dieser Reihe noch anfällt.