Sonance · Serie

Soundbar SB46 – Soundbars, die zum Bildschirm passen

Eine Leiste, die so breit ist wie der Bildschirm

Die meisten Soundbars haben eine Breite, der Fernseher eine andere. Das Ergebnis ist eine Leiste, die über die Bildkante hinausragt oder darunter verschwindet, und in einer sorgfältig geplanten Wand fällt beides auf. Diese Reihe dreht die Reihenfolge um: Zuerst steht der Bildschirm, dann die passende Breite. Sechs Ausführungen gibt es. Vier haben feste Maße für 55, 65, 75 und 85 Zoll. Zwei weitere lassen sich stufenlos verstellen, eine für Displays von 50 bis 65 Zoll und eine für 70 bis 80 Zoll. Höhe und Tiefe sind bei allen gleich: 134 und 65 Millimeter. Technisch sind alle sechs identisch bestückt und tragen drei Kanäle in einer Leiste, also links, Mitte und rechts. Für den Endkunden heißt das Filmton mit verständlicher Sprache aus einer Leiste, die zum Bild gehört. Architekten gewinnen ein Bauteil mit festem Maß, das sich auf die Bildkante beziehen lässt. Planer und Fachhandel erhalten eine Reihe, die passiv arbeitet und damit in Anlagen mit vorhandenem Verstärker oder Receiver passt. Gedacht sind die Ausführungen für Wohnräume, Medienräume, Besprechungsräume und Objekte mit vielen gleichen Zimmern. In einem Hotel mit vierzig Zimmern zählt dabei weniger der Klang als die Wartung, und genau dort spielt die passive Bauart ihren Vorteil aus.

Drei Kanäle statt eines Klangbalkens

Der Unterschied zu einer üblichen Soundbar liegt in der Aufteilung. Diese Reihe trägt die drei Frontkanäle getrennt in einer Leiste, und die Kanäle werden vom Verstärker getrennt zugeführt. Damit bleibt die Sprache dort, wo sie hingehört, nämlich in der Mitte, während links und rechts die Bühne aufziehen. Eine Leiste, die alles aus einem Kanal mischt und die Breite elektronisch vorspiegelt, kann das nicht leisten. Die Bestückung ist in allen sechs Ausführungen gleich: sechs Tieftöner mit 4,5 Zoll und drei Mitteltöner mit 4 Zoll, jeweils mit Konus aus Kevlar-Nomex-Laminat und Gummisicke. Das ergibt ein Drei-Wege-System, das von 90 Hertz bis 20 Kilohertz überträgt und 150 Watt verträgt, bei 88 Dezibel Wirkungsgrad und 8 Ohm nominal. Unterhalb von 90 Hertz übernimmt bei Bedarf ein Subwoofer, und für Filmton mit tiefen Effekten gehört er dazu. Weil die Verstärkung nicht eingebaut ist, lässt sich die Leistung über die Wahl des Verstärkers an den Raum anpassen, statt vom Hersteller festgelegt zu sein. Dasselbe gilt für einen späteren Tausch des Verstärkers, der die Leiste nicht berührt. In einer Anlage, die über Jahre wächst, ist diese Trennung von Leiste und Verstärkung der eigentliche Gewinn.

Feste Breite oder verstellbar

Die vier Ausführungen mit festem Maß sind die erste Wahl, wenn der Bildschirm feststeht. Sie messen 1219,2 Millimeter für 55 Zoll, 1428,8 Millimeter für 65 Zoll, 1651,0 Millimeter für 75 bis 77 Zoll und 1873,25 Millimeter für 85 Zoll. Die Leiste endet damit genau an der Bildkante, und das ist in einer gestalteten Wand der entscheidende Punkt. Die beiden verstellbaren Ausführungen sind die Antwort auf Unsicherheit. Die mittlere lässt sich stufenlos zwischen 1114 und 1514 Millimetern einstellen und deckt Displays von 50 bis 65 Zoll ab. Die große reicht von 1562 bis 1964 Millimeter für 70 bis 80 Zoll. Wer heute einen Bildschirm hat und in drei Jahren einen größeren plant, wählt die verstellbare Ausführung und behält die Leiste. In Objekten mit unterschiedlichen Zimmergrößen ist sie ebenfalls die wirtschaftlichere Wahl, weil eine Artikelnummer mehrere Raumgrößen abdeckt. Gehäuse aus stranggepresstem Flugzeugaluminium und ein Gitter aus perforiertem Stahl halten die Leiste über die ganze Breite gerade. Bei fast zwei Metern Länge ist das keine Nebensache, denn eine durchhängende Kante fällt unter einem Bildschirm sofort auf.

Montage, Verstärker und Bezug über mediacraft

Montiert wird auf drei Wegen: über VESA zusammen mit der Bildschirmhalterung, an der Wand oder aufgestellt auf einem Möbel. Die VESA-Montage ist die sauberste, weil Leiste und Bild eine Einheit bilden und sich bei einem späteren Tausch gemeinsam bewegen. Die zweite Frage ist der Verstärker. Die Reihe arbeitet passiv, es braucht also drei Kanäle aus einem Verstärker oder AV-Receiver, die getrennt auf die Leiste geführt werden. Daraus folgt die dritte Frage, die Leitung: Zwischen Technikstelle und Leiste liegt ein Lautsprecherkabel, und der beste Zeitpunkt für eine unsichtbare Führung ist der, an dem die Wand noch offen ist. Bei einer Nachrüstung hilft ein flacher Kanal oder die Führung hinter dem Möbel. Für Deutschland und Österreich liefert die mediacraft AG; sie begleitet Fachhandel, Installateure, Architekten und Planer bei Breitenwahl, Verstärkerauslegung und Montage. Nützlich ist die Rücksprache besonders bei der Frage, ob eine feste oder eine verstellbare Breite sinnvoller ist. Halten Sie die gewählte Breite zusammen mit der Bildschirmgröße in den Unterlagen fest. Wird der Fernseher später getauscht, lässt sich daran ablesen, ob die Leiste bleiben kann oder mitwechseln muss.