Rock 63
Getarnter Outdoor-Lautsprecher in Steinform (6,5")
Im Garten ist der Lautsprecher selbst das Problem. Eine schwarze Box auf der Terrasse, ein Zylinder im Beet oder ein Modell an der Hauswand steht immer im Bild. Die Musik kommt dann aus einer Richtung statt aus der Fläche. Die Rock Serie von Sonance dreht das um: Ihre Modelle sind Natursteinen nachgeformt und liegen dort, wo die Beschallung gebraucht wird, zwischen Stauden, am Wegrand oder unter Sträuchern. Wer nicht danach sucht, erkennt sie nicht. Zur Reihe gehören zwei getarnte Outdoor-Lautsprecher mit 6,5 und 8 Zoll sowie ein getarnter Subwoofer mit 10 Zoll. Alle sind in Braun oder Granit zu haben und nach IPX4 gegen Regen und Spritzwasser geschützt. Für den Endkunden bedeutet das Musik im Freien, ohne dass die Gestaltung darunter leidet. Architekten und Gartengestalter behalten eine ruhige Fläche, weil nichts an Wand, Pergola oder Zaun befestigt werden muss. Für Planer und Fachhandel öffnet die Reihe Aufgaben, bei denen sichtbare Technik ausgeschlossen ist: der Privatgarten mit durchgestalteter Pflanzung, die Hotelanlage, die Außengastronomie und das repräsentative Grundstück. Weil alle drei Modelle passiv an nominal 8 Ohm arbeiten, laufen sie an derselben Endstufe wie andere Außenlautsprecher.
Der Korpus übernimmt beides auf einmal: Er ist das Gehäuse, und er ist die Tarnung. Seine Oberfläche ist einem Naturstein nachgebildet, lieferbar in Braun und in Granit, und sie ist witterungs- sowie UV-fest ausgeführt. Die Schutzart IPX4 deckt Regen und Spritzwasser ab. Dauerhaft stehendes Wasser gehört dennoch nicht an den Aufstellort, und eine Senke, in der sich nach starkem Regen eine Pfütze hält, ist die falsche Stelle. Je größer das Modell, desto mehr Raum verlangt es in der Pflanzung: Die kleine Bauform misst 279,4 mal 266,7 mal 355,6 Millimeter, die große 371,48 mal 361,95 mal 450,85 Millimeter, der Subwoofer 594 mal 429 mal 365 Millimeter. Diese Maße gehören in den Pflanzplan, denn junge Gewächse wachsen, und ein Stein dieser Größe sitzt nach zwei Sommern anders in der Fläche als am Tag der Montage. Weil nichts an der Fassade hängt, entfällt die Durchdringung der Außenhaut. Dafür braucht jede Stelle eine Zuleitung im Erdreich, geschützt im Rohr und mit etwas Reserve, damit sich die Lage später noch um einen halben Meter ändern lässt. Wer die Trasse erst nach der Bepflanzung zieht, gräbt zweimal. Das vermeidet, wer Leitungswege und Aufstellorte gemeinsam mit dem Gartenbau festlegt.
Die Reihe staffelt sich nach Membranfläche und Aufgabe. Das 6,5-Zoll-Modell arbeitet mit einem Polypropylen-Konus mit Santoprene-Sicke und einer ferrofluidgekühlten Ein-Zoll-Kalotte aus Polyurethan, überträgt von 50 Hertz bis 20 Kilohertz und verträgt 100 Watt bei 89 Dezibel Wirkungsgrad. Das 8-Zoll-Modell ist gleich aufgebaut, reicht mit 40 Hertz tiefer hinab, nimmt 150 Watt und liefert 90 Dezibel; es ist die Wahl für weite Flächen und größere Abstände. Der Subwoofer trägt einen 10-Zoll-Konus mit Doppelschwingspule und Gummisicke, arbeitet von 35 bis rund 150 Hertz und verträgt ebenfalls 150 Watt. Alle drei sind passiv ausgelegt und nominal 8 Ohm. Daraus folgt eine einfache Regel für die Zusammenstellung: Die Vollbereichsmodelle bestimmen die Zahl der Positionen, der Subwoofer trägt das Fundament darunter. Eine kleine Terrasse kommt mit zwei 6,5-Zöllern aus. Ein Grundstück mit Rasen, Wegen und Sitzplatz verlangt mehr Stellen oder die größere Bauform, weil im Freien keine Wand den Schall zurückwirft und die Fläche alles schluckt. Fehlt der Grundton, ist nicht die nächste Endstufe die Antwort, sondern der Subwoofer: Er entlastet die Vollbereichsmodelle genau dort, wo im Freien zuerst etwas fehlt.
Die Auswahl beginnt bei der Fläche und nicht beim Datenblatt. Zeichnen Sie Sitzplätze, Wege und Pflanzflächen ein, verteilen Sie die Stellen in gleichmäßigem Abstand und entscheiden Sie erst danach, ob die 6,5- oder die 8-Zoll-Bauform passt. Die zweite Frage ist der Antrieb: Alle Modelle sind passiv, brauchen also einen Verstärker mit Reserve an 8 Ohm und für den Subwoofer einen Kanal mit Tiefpass, der die Trennung zu den Vollbereichsmodellen vorgibt. Die dritte Frage ist der Farbton, Braun oder Granit, und sie richtet sich nach Rindenmulch, Kies oder Naturstein in der Umgebung. Für Deutschland und Österreich liefert die mediacraft AG als autorisierter Distributor von Sonance; sie begleitet Fachhandel, Installateure, Architekten und Planer bei Positionierung, Verstärkerauswahl und Abstimmung und baut keine Lautsprecher. Nützlich ist die Rücksprache vor allem bei zwei Fragen. Wie viele Stellen braucht eine Fläche wirklich, und wo liegt der Subwoofer so, dass er den Sitzplatz erreicht, ohne die Nachbarschaft mitzuversorgen? Wer das vor dem ersten Spatenstich klärt, spart die zweite Grabung. In die Übergabe gehören danach die Lage jeder Stelle, der gewählte Farbton und die eingestellte Trennfrequenz.