Sonance · Serie

DSP-Verstärker von Sonance – Subwoofer-Verstärker und DSP/EQ-Verstärker in einer Reihe

Drei Endstufen, eine Bedienlogik

Eine Endstufe entscheidet darüber, ob eine Anlage ruhig läuft oder dauernd Aufmerksamkeit braucht. Die Sonamp-Reihe mit DSP setzt deshalb nicht auf Leistung allein, sondern auf drei Eigenschaften, die alle Modelle teilen. Jeder Ausgang trägt eine eigene Klangregelung mit Subsonic-Filter, womit sich auch ein Subwoofer-Verstärker aus derselben Familie bauen lässt. Jedes Modell schaltet über Autosensing selbsttätig ein und ab und nimmt zusätzlich einen Trigger an. Und jedes lässt sich über Ethernet oder RS-232 in eine Steuerung einbinden, statt nur am Gerät bedient zu werden. Drei Ausführungen deckt die Reihe ab. Der DSP 2-150 Mk III ist der zweikanalige Einstieg auf einer Höheneinheit. Der DSP 2-750 Mk III ist die kräftige Zweikanalstufe für große Flächen und zugleich der Commercial-Verstärker 70V/100V der Reihe. Der DSP 8-130 Mk III bringt acht Ausgänge und damit bis zu vier Stereozonen auf einer Höheneinheit. Für den Endkunden heißt das eine Anlage, die ohne Bedienung auskommt. Planer und Fachhandel erhalten drei Modelle mit derselben Logik, was die Auslegung und die spätere Erweiterung vereinfacht. Architekten gewinnen Technik, die sich in einem Verteiler unterbringen lässt und nicht im Wohnraum. Gedacht ist die Reihe für Mehrzonenanlagen im Wohnbau, für Außenanlagen mit langen Wegen und für Objekte, in denen eine Steuerung mitredet.

Was der DSP im Betrieb übernimmt

Der Unterschied zu einer rein analogen Endstufe liegt nicht im Klang auf dem Prüfstand, sondern im fertigen Raum. Jeder Ausgang trägt einen Entzerrer, mit dem sich der Pegelverlauf an die Zone anpassen lässt, und ein Subsonic-Filter, das unterhalb des nutzbaren Bereichs abschneidet. Das Filter ist der wichtigere Teil, denn es hält tiefe Störanteile von den Membranen fern, die nur Hub kosten und keinen hörbaren Ton bringen. Für einen Subwoofer-Verstärker ist genau das die Voraussetzung. Jedes Modell der Reihe ist damit zugleich ein DSP/EQ-Verstärker, bei dem Entzerrung und Trennung im Verstärker sitzen und nicht in einem zusätzlichen Bauteil davor. Dazu kommt die Eingangsseite. Der DSP 2-150 Mk III und der DSP 2-750 Mk III nehmen zwei analoge Quellen mit Priorität an, sodass eine Durchsage oder eine zweite Quelle den laufenden Ton übersteuert. Der DSP 8-130 Mk III hat vier Eingänge und vier Loop-Ausgänge, womit sich mehrere Verstärker in Reihe versorgen lassen. Für digitale Zuspielung ist bei allen drei ein Digitalmodul vorgesehen, das nachträglich eingesetzt wird. Über Ethernet oder RS-232 lassen sich Pegel, Trennung und Zustand aus der Steuerung lesen und setzen. Diese Kombination macht aus einem Stereo-Verstärker ein Bauteil, das in eine Anlage gehört und nicht daneben steht.

Die drei Modelle im Vergleich

Der DSP 2-150 Mk III liefert 2 mal 150 Watt an 8 Ohm, 2 mal 224 Watt an 4 Ohm und 473 Watt im Brückenbetrieb. Er misst 219 mal 44 mal 427 Millimeter und belegt eine Höheneinheit, braucht also nicht die volle Rackbreite. Der DSP 2-750 Mk III liefert 2 mal 500 Watt an 8 Ohm, 2 mal 750 Watt an 4 Ohm und 2000 Watt gebrückt. Dazu nennt das Datenblatt 2 mal 750 Watt an einer 70-Volt-Linie. Damit ist er der Commercial-Verstärker 70V/100V der Reihe und die Endstufe für Landscape-Systeme mit langen Wegen. Er misst 438 mal 98 mal 437 Millimeter, wiegt 10,6 Kilogramm und belegt zwei Höheneinheiten. Der DSP 8-130 Mk III liefert 8 mal 130 Watt an 8 Ohm, 8 mal 145 Watt an 4 Ohm und 300 Watt gebrückt. Er misst 482,6 mal 44,45 mal 427,04 Millimeter und belegt eine Höheneinheit. Als Mehrkanal-Verstärker bedient er bis zu vier Stereozonen aus einem Gehäuse. Alle drei übertragen von 5 Hertz bis 50 Kilohertz und arbeiten an 8 oder 4 Ohm. Die Wahl richtet sich damit nach der Zahl der Zonen und nach der Länge der Wege, nicht nach dem Datenblattmaximum. Wer vier Zonen plant, kommt mit einer Höheneinheit aus, während vier einzelne Zweikanalstufen vier Fächer belegen würden.

Auslegung, Verteiler und Bezug über mediacraft

Die Auslegung beginnt bei den Zonen und nicht bei der Wattzahl. Zählen Sie die Stereozonen, prüfen Sie den Wirkungsgrad der Lautsprecher und die Hörabstände und bestimmen Sie daraus den Bedarf je Kanal. Erst danach fällt die Wahl zwischen zwei kräftigen Kanälen und acht kleineren. Die zweite Frage ist die Last: Alle Modelle arbeiten an 8 oder 4 Ohm, und wer mehrere Lautsprecher parallel an einen Kanal legt, muss die entstehende Impedanz rechnen. Für sehr lange Wege im Freien ist die 70-Volt-Linie des großen Modells der sauberere Weg. Die dritte Frage ist der Verteiler: eine Höheneinheit bei den beiden kleinen, zwei bei der großen Endstufe, dazu ein definierter Luftweg und ein Netzanschluss je Position. Für Deutschland und Österreich liefert die mediacraft AG; sie begleitet Fachhandel, Installateure, Architekten und Planer bei Auslegung, Zonenaufteilung und Abstimmung mit der Steuerung. Nützlich ist die Rücksprache besonders bei der Frage, ob eine Zone niederohmig oder über Konstantspannung versorgt wird. Halten Sie die Entscheidung in den Unterlagen fest, denn sie bestimmt die gesamte Verkabelung.