Sonance · Serie

Sonance DSP MKIII Zubehör: die Eingangsseite als Einschubkarte

Die Eingangsseite als Einschub

Bei den DSP-Endstufen dieser Baureihe ist die Eingangsseite nicht fest verbaut, sondern eine Karte, die eingeschoben wird. Das ist der Grund, warum diese Position überhaupt ein eigener Eintrag ist: Die Karte entscheidet darüber, was an die Endstufe angeschlossen werden kann, und sie wird bei der Bestellung gewählt. Geführt wird sie im Bereich Sonstiges Zubehör, weil sie keine eigenständige Komponente ist, sondern ein Teil einer Endstufe, das getrennt bestellt wird. Der Hersteller nennt drei Karten. Eine rein analoge, eine rein digitale und eine gemischte, die beides führt. Die gemischte Ausführung ist die, die hier beschrieben wird: Sie bringt analoge Line-Eingänge mit, dazu einen optischen Eingang nach Toslink und einen koaxialen Digitaleingang. Hinzu kommen Loop-Ausgänge, über die das Eingangssignal an ein weiteres Gerät weitergegeben wird. Geliefert wird die Karte in Schwarz. Für die Bestellung gilt damit eine einfache Regel: Zu jeder Endstufe dieser Baureihe gehört genau eine Karte, und sie ist eine eigene Position. Werkseitig trägt eine solche Endstufe eine Karte mit analogem Line-Eingang und Loop-Ausgang; wer digitale Quellen anschließen will, ersetzt sie durch die passende Karte. Welche der drei Karten die richtige ist, entscheidet sich an den Quellen und nicht am Verstärker.

Analog, optisch, koaxial

Drei Anschlussarten auf einer Karte bedeuten in der Praxis, dass bei der Planung keine Entscheidung vorweggenommen werden muss. Die analogen Line-Eingänge nehmen auf, was aus einem Vorverstärker, einem Zonengerät oder einem Zuspieler mit Cinch-Ausgang kommt. Der optische Eingang nach Toslink ist der üblicher Weg für einen Fernseher, weil fast jeder Fernseher einen solchen Ausgang hat. Der koaxiale Digitaleingang ist der robustere der beiden digitalen Wege, weil er mit einer gewöhnlichen Leitung arbeitet und nicht mit einer Faser. Welcher dieser Wege genutzt wird, entscheidet sich oft erst bei der Inbetriebnahme, und genau dann ist eine Karte mit allen drei Arten von Vorteil. Die Loop-Ausgänge sind dabei die Angabe, die am häufigsten übersehen wird: Über sie lässt sich dasselbe Signal an eine zweite Endstufe geben, ohne es zu teilen oder zu verzweigen. Zu bedenken ist dabei, dass die drei Arten nicht gleichwertig sind, sondern verschiedene Aufgaben haben. Analog ist der Weg für alles, was aus einer Hausanlage oder einem Vorverstärker kommt. Optisch ist der Weg für den Fernseher. Koaxial ist der Weg für Geräte mit diesem Ausgang und für längere Strecken, weil eine Faser empfindlicher ist als eine Leitung.

Wandler und Formate

Für die digitalen Eingänge nennt der Hersteller einen Wandler mit 24 Bit und 96 Kilohertz sowie eine Datenrate bis 4608 Kilobit je Sekunde. Das deckt alles ab, was in einer Hausanlage aus einem Fernseher, einem Zuspieler oder einem Netzwerkgerät kommt, und liegt über der Auflösung einer CD. Wichtiger als die Zahlen ist das Format: Der Hersteller nennt analog und PCM. PCM ist das unkomprimierte Format, in dem digitale Tonsignale übertragen werden. Der Hersteller nennt für den digitalen Eingang PCM; andere Formate nennt er nicht. Das Ausgabeformat der Quelle gehört deshalb vor der Inbetriebnahme geprüft. Steht dort ein komprimiertes Mehrkanalformat, bleibt der Ton aus. Das ist keine Schwäche dieser Karte, sondern die üblichste Fehlersuche bei einer Stereo-Anlage am Fernseher, und sie ist mit einer Einstellung erledigt. Dazu kommen zwei Angaben, die oft untergehen. Die Datenrate von 4608 Kilobit je Sekunde ist eine Obergrenze und keine Anforderung an die Quelle. Und die Wandlung findet in der Karte statt, nicht in der Endstufe; ein Wechsel der Karte verändert deshalb die digitale Seite einer Anlage, ohne dass die Endstufe getauscht wird.

Passende Endstufen

Die Karte passt nach Herstellerangabe zu drei Endstufen dieser Baureihe: zu der zweikanaligen mit 150 Watt, zu der zweikanaligen mit 750 Watt und zu der achtkanaligen mit 130 Watt. Damit reicht der Einsatzbereich von einer einzelnen Zone bis zu einer Anlage mit vier Stereozonen. Für die Bestellung heißt das zwei Dinge. Erstens trägt jede Endstufe dieser Baureihe eine Eingangskarte, werkseitig die analoge mit Line-Eingang und Loop-Ausgang. Eine andere Karte ist deshalb eine eigene Position und ein Austausch. Zweitens ist die Wahl der Karte keine endgültige Entscheidung. Weil es ein Einschub ist, lässt sich eine Anlage später umstellen, etwa wenn ein Fernseher digital angebunden werden soll, wo zuvor analog zugespielt wurde. Zu den beiden Schwesterkarten, der analogen und der digitalen, liegen in den vorliegenden Unterlagen keine eigenen Kennwerte vor. Diese Reihe liefert für Deutschland und Österreich die mediacraft AG. Was diese Karte nicht leistet, gehört dazu: Sie verarbeitet kein komprimiertes Mehrkanalformat, sie schaltet nicht zwischen Quellen um und sie regelt keine Lautstärke. Das alles geschieht in der Endstufe, in der Zuspielung oder an der Quelle selbst. Für eine Anlage, die über Jahre betrieben wird, ist diese Austauschbarkeit der eigentliche Wert dieser Bauart.