DOS Discreet Opening System
Nahezu unsichtbares Decken-Audiosystem (Satelliten + Subwoofer)
In einer durchgestalteten Decke ist jeder sichtbare Lautsprecher ein Eingriff. Ein Gitter von 20 Zentimetern Durchmesser mag gut klingen, es steht aber im Raster von Leuchten, Auslässen und Fugen und wird dort zum Fremdkörper. Das Discreet Opening System geht einen anderen Weg. Es verteilt die Aufgabe auf vier Miniatur-Einbaulautsprecher vom Typ VP38R und einen verborgenen Bandpass-Subwoofer, der nicht in der Sichtfläche sitzt. Was in der Decke bleibt, sind vier kleine, überstreichbare Öffnungen; alles andere liegt im Hohlraum. Für den Endkunden heißt das vollwertiger Klang in einem Raum, in dem vorher nichts möglich schien. Architekten gewinnen eine Decke, deren Ordnung erhalten bleibt, weil vier kleine Ausschnitte weniger auffallen als zwei große. Planer und Fachhandel erhalten ein System, das als Ganzes ausgelegt ist: Die Satelliten übernehmen Stimme und Musik ab 175 Hertz, der Subwoofer trägt den Bereich von 40 bis 125 Hertz. Beides ist aufeinander abgestimmt und muss nicht erst zusammengesucht werden. Gedacht ist das System für anspruchsvolle Wohnräume, für Hotels, für den gehobenen Handel und für jede Decke, die als Fläche gezeichnet wurde. Die Bauteile arbeiten passiv und verlangen einen externen Verstärker, der nicht zum Umfang gehört. Er gehört deshalb von Anfang an in die Planung und in das Angebot, mit zwei Zügen und der geforderten Mindestimpedanz.
Ein einzelner Deckenlautsprecher muss alles leisten, und das zeigt sich an seiner Größe. Vier kleine Einheiten dagegen verteilen die Arbeit, und daraus folgen drei Vorteile. Erstens wird jede Öffnung klein: Der VP38R verlangt einen Ausschnitt von 99 Millimetern Durchmesser, das Rundgitter misst 124 Millimeter. Das ist etwa die Größe eines Einbaustrahlers und ordnet sich damit einem vorhandenen Raster unter. Zweitens wird der Klang gleichmäßiger, weil vier Quellen in der Fläche den Raum besser ausfüllen als zwei an den Enden. Drittens sinkt der Pegel je Einheit, was den Hochton ruhiger und die ganze Wiedergabe unangestrengter macht. Dafür verlangt die Bauart einen Ausgleich im Bass. Ein Treiber dieser Größe überträgt erst ab 175 Hertz, und darunter fehlt ohne Hilfe alles. Diese Lücke füllt der Bandpass-Subwoofer, der von 40 bis 125 Hertz arbeitet und als verborgener Korpus im Hohlraum liegt. In den Raum führt bei ihm allein ein Bassreflexrohr von 76 Millimetern Durchmesser und 559 Millimetern Länge. Erst beide Teile zusammen ergeben ein vollständiges Klangbild, und genau deshalb wird das System als Ganzes geliefert und nicht als Einzelteile.
Der VP38R ist ein Miniatur-Deckenlautsprecher mit integriertem Hochtöner. Er überträgt von 175 Hertz bis 20 Kilohertz, verträgt 100 Watt und liefert 83 Dezibel. Sein Korpus misst 109 Millimeter im Durchmesser bei 99 Millimetern Einbautiefe, der Ausschnitt beträgt 99 Millimeter, das überstreichbare Rundgitter 124 Millimeter. Die Impedanz liegt bei 8 Ohm nominal, wobei der Hersteller mindestens 6 Ohm je Kanal verlangt. Der BPS6 SUB arbeitet nach dem Bandpass-Prinzip, überträgt von 40 bis 125 Hertz und verträgt ebenfalls 100 Watt bei 87 Dezibel. Sein Korpus misst 200 mal 303 mal 400 Millimeter in Höhe, Breite und Tiefe; dazu kommt das Bassreflexrohr mit 76 Millimetern Durchmesser und 559 Millimetern Länge. Die Impedanz liegt bei 6 Ohm nominal, mindestens 4 Ohm je Kanal. Ein System besteht aus vier Satelliten und einem oder zwei Subwoofern. Die zweite Tieftoneinheit lohnt sich in größeren oder ungünstig geschnittenen Räumen, in denen eine einzelne Quelle den Bass nicht gleichmäßig verteilt. Alle Bauteile sind passiv, der Verstärker gehört also in die Planung und in das Angebot.
Die Planung beginnt an der Decke und nicht am Datenblatt. Zuerst wird festgelegt, wo die vier Öffnungen sitzen, abgestimmt auf Leuchten und Auslässe. Danach folgt die Lage des Subwoofers im Hohlraum, zusammen mit der Austrittsstelle des Rohres. Erst zuletzt kommt die Technik: ein Verstärkerkanal für die Satelliten, der die geforderte Mindestimpedanz trägt, und ein Kanal mit Tiefpass für den Tiefton. Die Trennfrequenz liegt sinnvollerweise dort, wo sich die beiden Bereiche überlappen, also zwischen 125 und 175 Hertz. Dokumentieren Sie diesen Wert, denn nach dem Verputzen ist er nicht mehr nachzulesen. Für den Einbau gilt, dass die Satelliten 99 Millimeter Tiefe verlangen und der Subwoofer deutlich mehr, weshalb der Hohlraum vor der Entscheidung gemessen werden sollte. Für Deutschland und Österreich liefert die mediacraft AG; sie begleitet Fachhandel, Installateure, Architekten und Planer bei Auslegung, Lage und Abstimmung mit dem Trockenbau. Nützlich ist die Rücksprache besonders bei der Frage, ob ein oder zwei Tieftoneinheiten nötig sind. Diese Entscheidung lässt sich vorher klären und später nur mit Aufwand ändern.