Sonance · Serie

Sonance C-Serie: Einbaulautsprecher mit flacher Einbautiefe

Das Standardmodell der Reihe

Diese Reihe ist für die Fläche gemacht: runde Einbaulautsprecher für die Decke, in der Größe, die in Wohnräumen am häufigsten verbaut wird. Der Tieftöner misst 6,5 Zoll, der Hochtöner ist integriert, und der Übertragungsbereich reicht von 50 Hertz bis 20 Kilohertz mit plus oder minus 3 Dezibel. Die Belastbarkeit gibt der Hersteller mit 85 Watt an, die Impedanz mit 8 Ohm nominal und den Wirkungsgrad mit 88 Dezibel bei 2,83 Volt auf einen Meter. Das sind die Werte, mit denen sich Küche, Bad, Flur, Schlafzimmer und auch ein Wohnraum mit Hintergrundmusik versorgen lassen. Der Hersteller nennt zwei Ausführungen. Die erste ist das Standardmodell für die Decke, die zweite führt beide Stereokanäle in einem Lautsprecher. Gemeinsam haben sie die flache Einbautiefe, das rahmenlose Magnetgitter aus perforiertem Stahl und die Maße: rund 205 Millimeter Ausschnitt bei 230 Millimetern Außendurchmesser. Was beide Ausführungen nicht leisten, gehört dazu: Sie geben keinen Tiefton unter 50 Hertz, und sie bringen keine eigene Entzerrung mit. Wer tiefe Töne möchte, ergänzt einen Subwoofer; wer eine Anpassung an den Raum möchte, nimmt sie im Verstärker oder im Zonengerät vor.

Stereo aus einem Lautsprecher

Die zweite Ausführung löst ein Problem, das in jedem Haus auftaucht: Ein Raum ist zu klein für zwei Lautsprecher, aber Stereo wäre schön. Ein Gäste-WC, eine Dusche, eine Abstellkammer, ein schmaler Flur. Dort sitzt ein einziger Lautsprecher, und in ihm arbeiten Tieftöner und Hochtöner mit je einer Doppelschwingspule. Der Hersteller nennt das Single Stereo Technology: Linker und rechter Kanal kommen aus einem Korpus. Angeschlossen werden deshalb beide Kanäle des Verstärkers an diesen einen Lautsprecher, und das heißt praktisch: zwei Leitungspaare statt eines. Diese Angabe entscheidet darüber, was im Rohbau verlegt wird, und gehört vor die Wand und nicht danach. Räumliches Hören ergibt ein solcher Lautsprecher nicht, denn dafür braucht es Abstand zwischen den Kanälen. Was er leistet, ist die vollständige Wiedergabe: Beide Kanäle sind zu hören, und nichts fehlt, was in einem Kanal allein liegt. Für die Auswahl ergibt sich eine klare Zuordnung: Räume ab etwa acht Quadratmetern bekommen zwei Lautsprecher, kleinere einen der Stereo-Ausführung. In einem Flur von mehr als vier Metern Länge sind zwei Standardmodelle wieder besser, weil der Ton dann nicht aus einem einzigen Kreis kommt.

Maße und Einbau

Die Einbaumaße sind bei beiden Ausführungen praktisch gleich und bei einem Deckeneinbau die wichtigsten Angaben überhaupt. Der Ausschnitt beträgt 205 Millimeter im Durchmesser, beim Standardmodell nennt der Hersteller 204,98 Millimeter. Die Einbautiefe liegt bei 97 Millimetern, beim Standardmodell mit 96,52 Millimetern angegeben. Der Außendurchmesser beträgt 230 Millimeter, also 229,87 Millimeter beim Standardmodell. Diese Zahlen mit zwei Stellen nach dem Komma stammen aus der Umrechnung von Zoll und sind nicht als Fertigungstoleranz zu lesen. Das Gewicht liegt bei 1,47 Kilogramm für das Standardmodell und 1,63 Kilogramm für die Stereo-Ausführung. Für eine abgehängte Gipskartondecke sind das unkritische Werte. Entscheidend ist der Raum über der Decke: Bei 97 Millimetern Einbautiefe braucht es einen freien Hohlraum, in dem auch die Leitung und eine Zugentlastung Platz haben. Das Gitter sitzt rahmenlos und wird magnetisch gehalten. Zu bedenken ist außerdem der Schallschutz. Jeder Ausschnitt ist eine Öffnung in einer Fläche, die sonst geschlossen ist, und der Hohlraum darüber verbindet benachbarte Räume. Wo das eine Rolle spielt, etwa zwischen Schlafzimmer und Bad, ist diese Frage vor der Festlegung der Positionen zu klären.

Was die Werte bedeuten

Drei Angaben lohnen eine Erläuterung, weil sie in der Praxis Entscheidungen auslösen. Der Wirkungsgrad von 88 Dezibel bei 2,83 Volt auf einen Meter ist ein mittlerer Wert. Ein Verstärker mit 20 bis 50 Watt je Kanal liefert damit in einem Wohnraum ausreichend Pegel; mehr Leistung ist Reserve und nicht Pflicht. Der Übertragungsbereich beginnt bei 50 Hertz, und das ist für Musik im Hintergrund genug; wer Tiefton will, ergänzt einen Subwoofer. Und die Belastbarkeit von 85 Watt ist eine Obergrenze und keine Empfehlung. Für die Stereo-Ausführung nennt der Hersteller zusätzlich eine Mindestleistung von 5 Watt; ob die 85 Watt dort je Kanal oder zusammen gelten, ist in den vorliegenden Unterlagen nicht angegeben. Diese Angabe ist vor der Auslegung einer Anlage zu bestätigen. Geliefert werden beide Ausführungen in Deutschland und Österreich von der mediacraft AG. Für den Einbau bleibt diese Reihe über die Jahre unverändert: Ausschnitt und Einbautiefe sind die Maße, die bei einem späteren Ersatz zählen, und sie gehören in die Unterlagen zum Haus. Ein Lautsprecher in der Decke wird selten getauscht, aber dann ohne Eingriff in die Fläche, sofern das Maß stimmt. Für die Dokumentation genügen deshalb drei Zahlen je Stelle: Ausschnitt, Einbautiefe und die Zahl der Leitungspaare.