Sonance · Serie

Bandpass Subwoofer – Tiefton aus der Decke, ohne Subwoofer im Raum

Bass, der nirgends steht

Tiefe Töne brauchen Membranfläche und Volumen, und beides braucht Platz. Genau daran scheitert der Tiefton in vielen Räumen: Für eine Box auf dem Boden ist kein Platz, und in der Wand fehlt die Tiefe. Die Bandpass-Reihe von Sonance löst das anders. Der Treiber arbeitet in einem geschlossenen Volumen über der Decke oder im Möbel, und in den Raum führt allein eine kleine, bündige Öffnung. Sichtbar bleibt eine überstreichbare Fläche, hörbar ein vollständiges Fundament. Drei Ausführungen stehen bereit. Der BPS6 trägt 6,5 Zoll, der flache BPS6 TL in ThinLine-Bauform passt in Decke und Möbel, und der BPS8 mit 8 Zoll wird über einen Schlauch an eine Austrittsstelle geführt. Für den Endkunden heißt das Bass ohne Stellfläche und ohne ein Bauteil, über das man stolpert. Architekten gewinnen einen Raum, in dem die Beschallung nicht als Technik auftritt. Planer und Fachhandel erhalten eine Lösung für Räume, in denen ein herkömmlicher Subwoofer schlicht ausscheidet: das Bad, der Flur, die Ankleide, das Bootsinnere, der Hotelraum mit festem Möbelbau. Alle drei arbeiten passiv und verlangen einen Verstärkerkanal mit Tiefpass. Daraus folgt eine einfache Arbeitsteilung: Die Vollbereichsmodelle übernehmen Stimme und Musik, der Bandpass setzt das Fundament darunter. Weil alle Ausführungen bei 6 Ohm nominal liegen, bleibt die Wahl der Endstufe im ganzen Objekt dieselbe.

Was das Bandpass-Prinzip leistet

Beim Bandpass sitzt der Treiber zwischen zwei Kammern, und der Schall tritt nicht direkt von der Membran in den Raum, sondern durch eine abgestimmte Öffnung. Daraus folgen drei Eigenschaften, die diese Reihe erst möglich machen. Erstens wird der nutzbare Bereich eng und tief: Der BPS6 überträgt von 40 bis 125 Hertz, der BPS6 TL von 38 bis 125 Hertz, der BPS8 von 30 bis 90 Hertz. Oberhalb davon strahlt das Prinzip kaum ab, was den Übergang zu den Vollbereichsmodellen sauber macht. Zweitens lässt sich die Öffnung klein halten, weil nicht die Membranfläche sichtbar werden muss. Beim BPS6 genügt eine Abgabeöffnung von vier Zoll, bündig und überstreichbar. Drittens darf der Korpus dort liegen, wo Platz ist, und muss nicht dort sitzen, wo der Ton gebraucht wird. Beim BPS8 übernimmt ein Schlauch die Verbindung zwischen Korpus und Austrittsstelle. Für die Planung heißt das: Die Öffnung gehört in den Deckenspiegel, der Korpus in den Hohlraum, und beides lässt sich getrennt betrachten. Diese Trennung ist der eigentliche Gewinn der Bauart. Sie erlaubt es, den Korpus dort zu platzieren, wo die Decke Platz hat, und die Öffnung dorthin zu legen, wo sie am wenigsten auffällt. In einem Bad mit schmaler Abhängung ist das oft der einzige Weg zu einem vollständigen Klangbild.

Drei Ausführungen für drei Einbaulagen

Der BPS6 ist der kompakte Einstieg. Ein 6,5-Zoll-Chassis mit Doppelschwingspule und einem Konus aus Carbonfaser-Rohacell-Laminat arbeitet in einem Korpus von 303 mal 200 mal 400 Millimetern. Es überträgt von 40 bis 125 Hertz und verträgt 100 Watt bei 87 Dezibel. Mit 9,25 Kilogramm bleibt er leicht genug für eine abgehängte Decke. Der BPS6 TL ist die flache Ausführung. Ein 6-Zoll-Tieftöner sitzt in einem Rohrkorpus von rund 86 Millimetern Durchmesser und gut einem Meter Länge. Dazu 38 bis 125 Hertz, 150 Watt, 87 Dezibel und 13,5 Kilogramm. Seine Form zielt auf flache Deckenhohlräume und auf den Möbelbau; auf Wunsch wird er mit dem Discreet Opening System geführt. Der BPS8 ist die kräftige Ausführung. Ein 8-Zoll-Chassis mit Doppelschwingspule und Kohlefaser-Rohacell-Konus reicht von 30 bis 90 Hertz, verträgt 150 Watt und liefert 90 Dezibel. Der Korpus misst 312,74 mal 234,95 mal 609,6 Millimeter und wiegt 14,5 Kilogramm. Alle drei liegen bei 6 Ohm nominal. Die Wahl richtet sich damit nach dem Hohlraum und nicht nach dem Geschmack. Erst wenn klar ist, welcher Korpus hineinpasst, lohnt die Frage nach dem Pegel. Umgekehrt führt sie regelmäßig zu einer Bestellung, die am Einbautag nicht verbaut werden kann.

Verstärker, Planung und Bezug über mediacraft

Alle drei Ausführungen sind passiv. Gebraucht wird also ein Verstärkerkanal, der 6 Ohm dauerhaft trägt und einen Tiefpass bereitstellt, mit dokumentierter Trennfrequenz zu den Vollbereichsmodellen. Die zweite Frage ist der Hohlraum: Höhe, Zugang und die Lage der Öffnung müssen vor dem Beplanken feststehen, denn nach dem Verputzen ist jede Änderung ein Eingriff in eine fertige Fläche. Die dritte Frage ist das Gewicht. Zwischen 9,25 und 14,5 Kilogramm gehören an eine tragfähige Ebene und nicht an eine Gipskartonplatte. Für Deutschland und Österreich liefert die mediacraft AG; sie begleitet Fachhandel, Installateure, Architekten und Planer bei Auswahl, Lage und Abstimmung mit dem Trockenbau. Nützlich ist die Rücksprache besonders bei der Frage, welche Ausführung in den vorhandenen Hohlraum passt und wo die Öffnung sitzen soll. Halten Sie zuletzt die Lage jeder Einheit maßlich fest, dazu Trennfrequenz und Pegel. Nach dem Verputzen ist von der Anlage nur noch eine überstrichene Fläche zu sehen, und genau das war das Ziel. Die Lage gehört maßlich in die Unterlagen.