BSK-1
Bluetooth-Empfangsset aus Remote Transceiver BTC-1X und Termination Box BTC-1
Bluetooth hat eine kurze Reichweite, und genau daraus entsteht das Problem in einer Hausanlage: Das Telefon ist im Wohnzimmer, der Verstärker im Keller. Diese Reihe löst es, indem sie den Empfänger dorthin setzt, wo das Telefon ist, und den Ton danach über eine Leitung weiterschickt. Geführt wird sie im Bereich Signalübertragung, denn das ist ihre Aufgabe: ein Signal von dort, wo es entsteht, dorthin zu bringen, wo es verarbeitet wird. Der Empfänger ist ein kleines Gehäuse, das sichtbar im Raum montiert wird, meist unauffällig neben einem Möbel oder in einem Regal. Von ihm führt ein gewöhnliches Netzwerkkabel zum Technikschrank. Über dieses Kabel laufen zwei Dinge: der Ton und die Versorgung des Empfängers, sodass dort keine Steckdose nötig ist. Am anderen Ende wird der Ton an den Verstärker oder an einen Controller gegeben. Die aktuelle Ausführung ist der einzelne Transceiver, das Vorgängerset ist abgekündigt. Zu beachten ist, dass Bluetooth in einer Hausanlage eine Nahbereichsquelle bleibt. Die Verbindung entsteht zwischen Telefon und Empfänger, nicht zwischen Telefon und Anlage, und sie endet, wenn man den Raum verlässt. Für Musik, die durch das ganze Haus mitlaufen soll, sind die Netzwerkquellen der richtige Weg; Bluetooth ist der schnelle Zugriff in einem Raum.
Der aktuelle Empfänger arbeitet mit Bluetooth 5.1 und misst 8,6 mal 5,7 mal 2,9 Zentimeter bei 140 Gramm. Die Reichweite gibt der Hersteller mit bis zu 20 Metern in Innenräumen und bis zu 60 Metern im Freien an. Zum Controller geht es über eine RJ-45-Verbindung mit CAT-5- oder CAT-6-Leitung, und zwar nach Herstellerangabe bis 152 Meter. Das ist mehr als jedes Wohnhaus braucht und erlaubt eine Montage in einem entfernten Nebengebäude. Zwei Eigenschaften sind im Alltag entscheidend. Erstens lassen sich nach Herstellerangabe bis zu acht Geräte gleichzeitig an einem passenden Controller koppeln. Es muss also nicht jeder Gast neu verbunden werden, und in einer Familie bleibt jedes Telefon gekoppelt. Zweitens zeigen Anlagen mit Controllern der SMZ- und MCA-Reihen Titelinformationen an und erlauben die Wiedergabesteuerung in der Anwendung. Gekoppelt wird automatisch, von Hand oder über einen Kontaktschluss. Ein Analogausgang mit 3,5 Millimetern ist zusätzlich vorhanden, sodass der Empfänger auch ohne Controller an einem beliebigen Verstärker arbeitet. In diesem Einzelbetrieb kommt die Versorgung über microUSB mit 5 Volt, und ein Netzteil gehört nach Herstellerangabe zum Lieferumfang. Für ein einzelnes Zimmer ist das die kleinste denkbare Lösung.
Das ältere Set besteht aus zwei Teilen. Der Empfänger für den Raum misst 70 mal 56 mal 26 Millimeter bei 88 Gramm, die Anschlussdose für das Rack 122 mal 51 mal 38 Millimeter bei 207 Gramm. Verbunden werden beide über eine CAT-5-Leitung mit RJ-45 nach T568A, die den Ton überträgt und den Empfänger versorgt, nach Herstellerangabe bis 300 Fuß, also rund 91 Meter. Vom Anschlusskasten zum Verstärker liegt eine Cinchleitung von 25 Fuß bei. Der Kasten arbeitet mit 12 Volt Gleichspannung bei 300 Milliampere und bietet zwei Cinch-Anschlüsse, einen Trigger-Ausgang mit 12 Volt bei 100 Milliampere und einen Trigger-Eingang. Eine Einschränkung nennt der Hersteller ausdrücklich: Es ist jeweils nur ein gekoppeltes Gerät möglich. Dieses Set ist ein Auslaufmodell; als Nachfolger nennt der Hersteller das aktuelle Set, dessen Empfänger oben beschrieben ist. Für vorhandene Anlagen bleiben die Angaben gültig. Für vorhandene Anlagen lohnt der Blick auf die Trigger-Anschlüsse der Anschlussdose, weil sie dort oft eingebunden sind: Der Ausgang schaltet einen Verstärker mit, der Eingang schaltet die Dose von außen. Wird ein solches Set getauscht, ist diese Verdrahtung neu zu betrachten, denn der aktuelle Empfänger hat einen anderen Aufbau.
Drei Angaben entscheiden über die Ausführung einer Empfangsstelle. Erstens die Leitung: Sie geht vom Montageort im Raum bis zum Controller oder zur Anschlussdose im Schrank, als CAT-5 oder CAT-6 mit RJ-45. Diese Leitung gehört in die Planung, denn sie liegt in der Wand und nicht auf dem Boden. Zweitens die Versorgung: Am Controller kommt der Strom über dieselbe Leitung. Im Einzelbetrieb ohne Controller arbeitet der aktuelle Empfänger mit 5 Volt Gleichspannung über microUSB, und ein Netzteil gehört nach Herstellerangabe zum Lieferumfang. Dann ist am Montageort eine Steckdose nötig. Drittens die Kopplung: automatisch, von Hand oder über einen Kontaktschluss, wobei der letzte Weg für eine Einbindung in eine Steuerung gedacht ist. Für Deutschland und Österreich liefert die mediacraft AG diese Quellgeräte. Was diese Reihe nicht leistet, gehört dazu: Sie verstärkt nicht, sie verteilt nicht und sie speichert nichts. Sie nimmt ein Signal per Funk auf und gibt es weiter, alles andere geschieht im Verstärker oder im Controller. Damit bleibt diese Position über Jahre unverändert.