Russound · Serie

Russound SMZ Serie: Multiroom-Verstärker mit eingebautem Streamer

Quelle, Steuerung, Endstufen

Diese Reihe fasst zusammen, was in einer Mehrraum-Anlage sonst auf drei Geräte verteilt ist: die Quelle, die Verteilung und die Verstärkung. Der eingebaute Streamer spielt hochauflösend und beherrscht nach Herstellerangabe AirPlay und Google Cast, dazu Bluetooth und Wi-Fi. Die Verteilung ordnet Quellen den Zonen zu. Und die Endstufen versorgen die Lautsprecher, jedenfalls bei der kleineren der beiden Ausführungen. Dazu kommt ein eingebautes DSP mit einem Entzerrer über sieben Bänder und Voreinstellungen für Lautsprecher des Herstellers. Damit ist diese Reihe das obere Ende des Programms: Was bei einfacheren Anlagen fehlt, nämlich eine Klangeinstellung je Zone und eine Quelle im Gerät, ist hier vorhanden. Geführt wird sie im Bereich Multiroom-Verstärker, weil sie genau das ist, nur mit mehr Aufgaben in einem Korpus. Ein HDMI-Eingang mit ARC und Lippensynchronisation gehört ebenfalls dazu, sodass auch ein Fernseher seinen Ton in die Anlage gibt. Was diese Reihe anders macht als eine Anlage aus Einzelteilen, ist nicht die Technik, sondern die Zahl der Schnittstellen. Zwischen Quelle, Verteilung, Entzerrung und Endstufe liegt hier kein Kabel, das jemand stecken, benennen und später suchen müsste.

Sechs verstärkte Zonen von acht

Eine Angabe ist bei der kleineren Ausführung wichtiger als jede andere, und sie steht nicht in der Bezeichnung. Das Gerät führt acht Quellen und acht Zonen, aber verstärkte Lautsprecherausgänge hat es nur für die Zonen 1 bis 6. Die Zonen 7 und 8 sind unverstärkt und stehen ausschließlich als Line-Ausgang bereit. Sechs Räume lassen sich damit direkt anschließen, für zwei weitere sind Endstufen nachzuschalten. Wer acht Räume versorgen will, rechnet also mit einem zusätzlichen Gerät, und das gehört vor die Bestellung geklärt. Die Leistung der sechs verstärkten Zonen gibt der Product Guide mit 50 Watt je Kanal an 8 Ohm und 100 Watt an 4 Ohm an. Zulässig sind beide Lasten. Damit liegt diese Reihe deutlich über den Controller-Verstärkern mit 20 oder 40 Watt, und für einen Wohnraum ist das der Unterschied, der zählt. Nach Herstellerangabe lässt sich die Anlage auf bis zu 48 Zonen erweitern. Zu beachten ist außerdem, dass die beiden unverstärkten Zonen vollwertige Zonen sind: Sie erscheinen in der Bedienung, führen Quellen und werden entzerrt. Es fehlt ihnen allein die Leistung, und die kommt aus einer Endstufe, die über den Trigger-Ausgang mitgeschaltet wird.

Matrix für sechzehn Zonen

Die größere Ausführung geht einen anderen Weg: Sie ist ein Vorverstärker ohne Endstufen, und zwar als Matrix mit sechzehn Eingängen und sechzehn Ausgängen. Jede Quelle lässt sich jeder Zone frei zuordnen, und nach Herstellerangabe ist eine Erweiterung auf sechzehn Quellen und sechsundneunzig Zonen möglich. Lautsprecher werden hier nicht angeschlossen; für jede Zone ist eine eigene Endstufe nachzuschalten. Das klingt nach Mehraufwand und ist in größeren Anlagen genau umgekehrt: Die Leistung je Zone wird dort nach dem Raum gewählt und nicht nach dem, was ein Kombigerät mitbringt. Eine Terrasse bekommt dann eine kräftige Endstufe, ein Gästebad eine kleine. Der Streamer, das DSP mit dem Entzerrer über sieben Bänder, der HDMI-Eingang und die Steuerwege sind bei beiden Ausführungen gleich. Unterschiedlich sind die Bauhöhe und das Gewicht: 8,8 Zentimeter gegenüber 13,3 Zentimetern, beide mit 9,4 Kilogramm angegeben. Für die Auswahl zwischen beiden Ausführungen ist damit nicht die Zahl der Räume entscheidend, sondern deren Verschiedenheit. Sind alle Räume ähnlich, genügt die kleinere Ausführung; reicht die Spanne von einem Gästebad bis zu einer Terrasse, ist die Matrix mit eigenen Endstufen die sauberere Lösung.

DSP, HDMI und Bedienung

Drei Eigenschaften unterscheiden diese Reihe von einfacheren Anlagen. Erstens das DSP: Ein Entzerrer über sieben Bänder und Voreinstellungen für Lautsprecher des Herstellers erlauben eine Anpassung je Zone. Wer Lautsprecher dieses Herstellers einsetzt, bekommt die Voreinstellung dazu; bei anderen Lautsprechern wird von Hand eingestellt. Zweitens der HDMI-Eingang mit ARC und Lippensynchronisation. Damit kommt der Fernsehton über dieselbe Leitung, über die der Fernseher ohnehin angeschlossen ist, und die Verzögerung zum Bild lässt sich ausgleichen. Drittens die Bedienung: über die Anwendung des Herstellers, über das Tastenfeld IPK-1 und über den Wandbildschirm XTS7. Für die Einbindung in eine Haussteuerung stehen Ethernet und RS-232 bereit, dazu ein Trigger-Eingang und ein Trigger-Ausgang. Beide Ausführungen arbeiten mit 100 bis 120 oder 220 bis 240 Volt, eine eigene Netzvariante ist also nicht zu bestellen. Rackwinkel liegen bei. Der Bezug läuft in Deutschland und Österreich über die mediacraft AG, die auch zur Erweiterung Auskunft gibt. Zwei Angaben aus den Unterlagen gehören noch dazu. Das Gewicht nennt der Hersteller für die kleinere Ausführung mit 20,7 Pfund, also 9,4 Kilogramm, und für die größere ebenfalls mit 9,4 Kilogramm, obwohl sie deutlich größer baut. Beide Werte stehen hier unverändert.