Russound · Serie

Russound AVA Serie: Stereo-Verstärker mit HDMI für den Fernseher

Bedient wird mit der TV-Fernbedienung

Diese beiden Verstärker lösen ein Problem, das jede Anlage am Fernseher hat: eine zweite Fernbedienung. Hier entfällt sie im Alltag, weil der HDMI-Eingang ARC und CEC beherrscht. ARC führt den Ton des Fernsehers über dasselbe HDMI-Kabel zurück zum Verstärker, und CEC erlaubt es dem Fernseher, dessen Lautstärke zu steuern. Wer also den Ton lauter stellt, drückt weiter auf die Fernbedienung, die er kennt. Technisch sind es Class-D-Verstärker mit 50 Watt je Kanal an 4 Ohm. Übertragen wird von 20 Hertz bis 20 Kilohertz bei plus oder minus 3 Dezibel, und ein Cinch-Ausgang nimmt einen Subwoofer auf. Zwei Ausführungen gibt es: eine mit zwei Kanälen und eine mit drei, also mit eigenem Center. Beide sind nur 41 Millimeter hoch und damit für eine verdeckte Montage gedacht. Geführt wird die Reihe in zwei Bereichen. Im Bereich AV-Receiver und AV-Prozessoren, weil sie HDMI verarbeitet, und bei den Stereo-Verstärkern, weil die zweikanalige Ausführung genau das ist. Für den Endkunden heißt das besserer Fernsehton ohne ein zweites Möbel. Beide Ausführungen tragen dieselbe Reihenbezeichnung und unterscheiden sich nur in der Kanalzahl. Für einen Raum, in dem kein Rack und kein Medienmöbel entstehen soll, ist das die kleinste vollständige Lösung in diesem Sortiment.

Zwei Modelle, ein Kanal Unterschied

Die Unterscheidung ist in einem Satz erklärt: Die eine Ausführung verstärkt zwei Kanäle, die andere drei. Der dritte Kanal ist ein eigener Center, und der Hersteller nennt dafür eine deutlich bessere Sprachverständlichkeit. Das ist der praktische Kern dieser Wahl. Bei einem Film oder einer Nachrichtensendung kommt die Sprache aus der Mitte, und mit einem eigenen Lautsprecher dafür muss sie nicht zwischen links und rechts aufgeteilt werden. Wer vor allem Dialoge besser hören will, nimmt also die dreikanalige Ausführung, auch wenn die Leistung je Kanal gleich bleibt. Alle anderen Angaben sind bei beiden identisch. Genannt sind 50 Watt je Kanal an 4 Ohm und zulässige Lasten von 4 und 8 Ohm. Dazu 150 Watt Leistungsaufnahme und eine Versorgung von 110 bis 240 Volt bei 50 oder 60 Hertz. Beim Störabstand nennt der Hersteller über 94 beziehungsweise über 93 Dezibel. Die Auswahl folgt damit einer einfachen Regel: Wer Dialoge besser verstehen will, nimmt drei Kanäle; wer nur mehr Klang als aus dem Bildschirm will, kommt mit zwei aus. Die Leistung spielt bei dieser Entscheidung keine Rolle, weil sie bei beiden dieselbe ist.

Vier Quellen und ein Subwoofer-Ausgang

Angeschlossen werden können vier Quellen: HDMI, ein optischer Eingang, ein Cinch-Eingang und Bluetooth in der Version 5.0, für das der Hersteller eine Reichweite bis 30 Meter nennt. Damit ist die typische Nutzung abgedeckt, also Fernseher über HDMI, ein Zuspieler über den optischen Eingang und das Telefon über Bluetooth. Für den Tiefton gibt es einen Cinch-Ausgang, und hier liegt eine Angabe, die vor dem Kauf geklärt sein muss: Es ist ein Signalausgang und kein Lautsprecherausgang. Angeschlossen wird dort also ein aktiver Subwoofer mit eigenem Verstärker, nicht ein passiver. Die Lautsprecher kommen an abnehmbare Schraubklemmen für Leiter bis 14 AWG, was rund 2,5 Quadratmillimetern entspricht. Zum Lieferumfang gehören eine lernfähige Fernbedienung und ein externer Infrarot-Sensor. Prüfen Sie außerdem, ob der Fernseher ARC an seinem HDMI-Anschluss unterstützt. Ist das nicht der Fall, bleibt der optische Eingang als Weg für den Ton, und die Bedienung über die TV-Fernbedienung entfällt; das ist vor dem Kauf zu klären. Zum Lieferumfang gehören außerdem die abnehmbaren Klemmenblöcke, sodass die Lautsprecherleitungen außerhalb des Geräts angeschlossen und erst danach aufgesteckt werden. Bluetooth 5.0 ergänzt das als vierte Quelle für Musik aus dem Telefon, mit einer Reichweite bis 30 Meter nach Herstellerangabe. In einem Wohnraum ist das die Quelle, die am häufigsten benutzt und in der Planung am seltensten genannt wird.

Maße, Montage und Bezug

Die Maße erklären, wofür diese Reihe gemacht ist: 5,7 Zoll Breite, 1,6 Zoll Höhe und 7,9 Zoll Tiefe, also 14,48 mal 4,06 mal 20,07 Zentimeter. Das ist klein genug, um hinter einem Bildschirm, in einem Möbel oder in einer Nische zu verschwinden. Das Gewicht nennt der Hersteller mit 0,8 Kilogramm bei der zweikanaligen und mit 1,75 lbs, also 0,79 Kilogramm, bei der dreikanaligen Ausführung. Genau aus der verdeckten Montage folgt der Sinn des beiliegenden Infrarot-Sensors: Ein Gerät im Möbel empfängt kein Signal von einer Fernbedienung, und der Sensor wird deshalb an eine sichtbare Stelle gelegt. Bei 150 Watt Leistungsaufnahme in einem Korpus von 41 Millimetern Höhe gehört außerdem Luft dazu. Für Deutschland und Österreich kommt diese Reihe von der mediacraft AG. Halten Sie je Anlage fest, wo das Gerät sitzt, welche Ausführung verbaut ist und wo der Sensor liegt. Nach dem Verschließen des Einbauorts ist das nicht mehr zu erkennen. Rechnen Sie deshalb mit einer Öffnung am Einbauort und mit einer Steckdose dort, und tragen Sie beides in die Planung ein.