Miller & Kreisel · Serie

Movie Series: ein fertig abgestimmtes 5.1-Set

Ein Set, kein Baukasten

Diese Reihe wird nicht nach Lautsprechern zusammengestellt, sondern als Ganzes geliefert. Zum Set gehören drei flache Frontlautsprecher vom Typ K50 für links, Mitte und rechts, zwei trapezförmige Surroundlautsprecher vom Typ K40T und ein aktiver Subwoofer vom Typ V8. Der Hersteller nennt das Set werksseitig abgestimmt, und genau darin liegt sein Zweck: Die fünf Satelliten und der Subwoofer sind aufeinander ausgelegt, und die Übergänge stimmen ohne eigene Rechnung. Geführt wird das Set in drei Bereichen: Kinolautsprecher, Wandlautsprecher und Freistehende Lautsprecher. Das liegt an den Bauformen, denn die flachen Fronten sind für die Wand gemacht, während die trapezförmigen Satelliten sich sowohl an eine Wand setzen als auch frei stellen lassen. Wandhalterungen und Netzkabel gehören zum Lieferumfang, die Ausführung ist Schwarz. Für den Endkunden heißt das ein Heimkino ohne Auswahlentscheidungen. Planer und Architekten bekommen sieben sichtbare Teile mit festen Maßen und keine Auswahl, die noch zu treffen wäre. Der Fachhandel bekommt eine Position statt sechs, und damit ein Angebot, das in einer Zeile steht. Eine Erweiterung auf mehr Kanäle nennt der Hersteller an dieser Stelle nicht; das Set ist auf 5.1 ausgelegt. Auch die Zusammenstellung ist fest: fünf Satelliten und ein Subwoofer, nicht mehr und nicht weniger.

Warum der Subwoofer nicht optional ist

Eine Angabe erklärt dieses Set besser als jede andere: Der Hersteller gibt für die Satelliten einen Bereich von 100 Hertz bis 20 Kilohertz an, mit plus oder minus 2 Dezibel als Raumantwort. Den Abfall bei 100 Hertz nennt er mit minus 6 Dezibel im Nahfeld bei Wandmontage. Das heißt, die Satelliten beginnen bei 100 Hertz und nicht tiefer. Für ein Heimkino ist das kein Mangel, sondern eine Festlegung: Alles darunter übernimmt der Subwoofer, der von 30 bis 200 Hertz arbeitet, ebenfalls mit plus oder minus 2 Dezibel. Daraus folgt eine klare Konsequenz. Dieses Set funktioniert nicht ohne seinen Subwoofer, und es funktioniert auch nicht mit einem beliebigen anderen, dessen obere Grenze zu niedrig liegt. Die Trennfrequenz im Receiver gehört auf 100 Hertz oder leicht darüber und nicht auf einen tieferen Wert. Prüfen Sie diese Einstellung bei der Inbetriebnahme, weil viele Receiver ab Werk auf einem tieferen Wert stehen. Ein Set, dessen Satelliten unterhalb ihrer Auslegung belastet werden, klingt nicht nur dünner, sondern arbeitet auch gegen seine eigene Konstruktion. Halten Sie diesen Wert in der Übergabe fest.

Flach vorn, trapezförmig hinten

Die beiden Bauformen haben verschiedene Aufgaben, und ihre Maße zeigen das. Der Frontlautsprecher K50 ist 250 Millimeter hoch, 130 Millimeter breit und nur 85 Millimeter tief, jeweils mit Gitter, und wiegt 2,0 Kilogramm. Mit dieser Tiefe lässt er sich flach an eine Wand setzen, auch unter oder über einem Bildschirm. Der Surroundlautsprecher K40T misst 195 Millimeter in der Höhe, 200 Millimeter in der Breite und 122 Millimeter in der Tiefe und wiegt 2,9 Kilogramm. Seine trapezförmige Form ist für eine Montage an der Seitenwand gedacht, bei der die Schallabgabe in den Raum gerichtet wird. Der Subwoofer V8 wiegt 11,0 Kilogramm und braucht eine Stellfläche sowie eine Steckdose, weil er aktiv ist. Halterungen für die Satelliten liegen bei. Fünf Lautsprecher, eine Stellfläche, eine Steckdose: Mehr verlangt dieses Set nicht. Für die Befestigung gilt: Die Halterungen liegen bei, das passende Befestigungsmittel für den konkreten Untergrund nicht. Bei 2,0 und 2,9 Kilogramm ist das in einer Trockenbauwand ein geeigneter Hohlraumdübel und in einer Massivwand ein gewöhnlicher. Prüfen Sie den Untergrund je Stelle vor der Montage. Die Halterungen selbst sind auf die beiden Bauformen abgestimmt und müssen nicht angepasst werden.

Verstärkerleistung und Bezug

Für die Verstärkung nennt der Hersteller eine Empfehlung von 25 bis 125 Watt je Kanal. Die Satelliten haben eine Nennimpedanz von 4 Ohm, mit einem Minimum von 4,9 Ohm beim K50 und 4,6 Ohm beim K40T. Für den Wirkungsgrad nennt der Hersteller 85 Dezibel bei 2,83 Volt auf einen Meter, gemittelt auf Achse zwischen 200 Hertz und 10 Kilohertz. Diese Kombination aus 4 Ohm und 85 Dezibel bedeutet: Der Verstärker sollte an dieser Last dauerhaft arbeiten dürfen, und mit 25 Watt ist das Set hörbar, aber nicht am Ziel. Zur Belastbarkeit nennt er 80 Watt Dauerleistung nach IEC 268-5 im gepulsten Betrieb und 50 Watt Nennbelastbarkeit bei konstantem Signal. Der Subwoofer bringt seine eigene Endstufe mit 150 Watt Dauerleistung und 250 Watt Spitze mit. Die mediacraft AG liefert dieses Set für Deutschland und Österreich. Prüfen Sie den vorgesehenen Receiver auf seinen zulässigen Impedanzbereich, bevor das Set bestellt wird. Diese Angabe steht in jedem Datenblatt, und sie entscheidet darüber, ob die Anlage dauerhaft so betrieben werden darf. Für den Subwoofer entfällt diese Prüfung, weil er seinen Verstärker mitbringt und nur eine Steckdose braucht.