MC1000BP
Würfelförmiger Bandpass-Subwoofer mit flexibler Schallführung
Bei den meisten Subwoofern entscheidet die Stelle, an der sie stehen, über alles: über den Klang und über das Bild im Raum. Bei diesem ist das anders, und darin liegt sein Zweck. Er arbeitet nach dem Bandpass-Prinzip, der Schall verlässt ihn also durch eine Öffnung, und diese Öffnung lässt sich nach Herstellerangabe flexibel ausrichten. Der Würfel selbst kann damit verdeckt eingebaut werden, in ein Möbel, in eine Nische oder in einen Hohlraum, und sichtbar bleibt nur die Stelle, an der der Schall austritt. Die Maße sind in jeder Richtung gleich: etwa 350 Millimeter, also ein Würfel, der in ein Sideboard, in eine Bank oder in einen Sockel passt. Übertragen wird von 25 bis 120 Hertz. Im Bereich der Subwoofer ist das der Typ für einen Raum, in dem nichts stehen soll. Für den Endkunden heißt das Tiefton ohne ein weiteres Möbel. Planer und Architekten betrifft dabei vor allem die Öffnung: Sie ist die Schallquelle und damit sowohl eine akustische als auch eine gestalterische Festlegung. Der Fachhandel bekommt eine Position, die eine Diskussion über das Aussehen des Tieftons beendet, bevor sie beginnt. Für den Endkunden bleibt der Raum frei. Die Öffnung ist dabei die einzige Festlegung, die alle drei zusammen treffen müssen.
Vier Angaben bestimmen die Auslegung. Die erste ist der Übertragungsbereich von 25 bis 120 Hertz. Nach oben hin überschneidet er sich damit weit genug mit üblichen Einbaulautsprechern, sodass der Übergang nicht in eine Lücke fällt; der Hersteller nennt dafür einen gleichmäßigen Anschluss an LCR-Lautsprecher. Die zweite ist die Belastbarkeit von 250 Watt bei einer Nennimpedanz von 4 Ohm. Die dritte ist der Wirkungsgrad von 90 Dezibel, gemessen mit 2,83 Volt auf einen Meter. Diese Angabe ist für einen Subwoofer vergleichsweise hoch und bedeutet, dass bereits eine mittlere Verstärkerleistung einen hörbaren Pegel ergibt. Die vierte ist das Gewicht von 18 Kilogramm. Bei einem Würfel von 350 Millimetern ist das eine hohe Dichte, und sie ist bei einem Einbau in ein Möbel die Angabe, die über die Tragfähigkeit des Bodens entscheidet. Prüfen Sie sie vor der Tischlerplanung. Prüfen Sie außerdem, ob der vorgesehene Verstärkerkanal dauerhaft an 4 Ohm arbeiten darf. Nicht jeder Kanal einer Mehrkanalendstufe ist dafür freigegeben, und bei einem eingebauten Tieftöner ist ein Austausch später aufwendig. Diese Frage gehört vor die Bestellung, und die Reihenfolge ist dabei immer dieselbe.
Dieser Subwoofer hat keinen eingebauten Verstärker. Er arbeitet passiv und braucht einen Subwoofer-Verstärker oder einen Verstärkerkanal, der für diese Last ausgelegt ist. Für eine Installation ist das meist der bessere Weg, und zwar aus drei Gründen. Erstens steht die Verstärkung dann im Technikschrank und nicht im Möbel, wo sie Wärme abgibt und eine Steckdose braucht. Zweitens lässt sich die Einstellung dort vornehmen, wo auch die übrigen Kanäle eingestellt werden. Drittens bleibt die Stelle, an der der Würfel sitzt, völlig frei von Elektronik; nötig ist nur eine Lautsprecherleitung. Geplant werden muss dafür eines: Die Leitung gehört in den Rohbau, denn sie führt an eine Stelle, die später hinter einer Front oder in einem Hohlraum liegt. Legen Sie den Querschnitt gemeinsam mit der Länge fest, weil ein Subwoofer bei 4 Ohm empfindlicher auf eine lange Leitung reagiert. Prüfen Sie zusätzlich, ob der Verstärker einen Hochpass für den Subwoofer mitbringt. Nach unten begrenzt das Bandpass-Prinzip selbst, nach oben entscheidet die Trennfrequenz über den Übergang zu den übrigen Lautsprechern, und beides wird am Verstärker eingestellt. Die Leitung ist die einzige Verbindung zur Einbaustelle. Prüfen Sie den Querschnitt gemeinsam mit der Länge und nicht getrennt.
Für den Einbau nennt der Hersteller drei Möglichkeiten: ein Möbel, eine Nische oder einen Hohlraum. In allen drei Fällen gilt dieselbe Reihenfolge. Zuerst wird festgelegt, wohin die Öffnung zeigt, denn sie ist die Schallquelle. Danach ergibt sich der Platz für den Würfel, und erst zuletzt kommt die Frage nach der Leitung. Wer umgekehrt vorgeht und zuerst einen freien Platz sucht, landet bei einer Öffnung, die in eine Ecke oder gegen ein Möbelteil zeigt. Zu beachten ist außerdem, dass ein eingebauter Würfel von 18 Kilogramm nach dem Verschließen nicht mehr zugänglich ist; halten Sie seine Lage deshalb fest. Diese Reihe kommt aus dem eigenen Programm der mediacraft AG, und dort gibt es Auskunft zur Leistungsstufe des passenden Verstärkers, zur Ausrichtung der Öffnung und zur Leitungsführung. Halten Sie am Ende fest, wo der Würfel sitzt. Notieren Sie dazu, wohin die Öffnung ausgerichtet ist und welcher Kanal sie treibt. Diese zwei Angaben sind nach dem Verschließen nicht mehr zu ermitteln, und bei jeder späteren Änderung sind sie die ersten, die gebraucht werden. Ergänzen Sie ein Foto der offenen Stelle.