James Loudspeaker · Serie

James Loudspeaker Verstärker: Subwoofer-Verstärker und Stereo-Verstärker in einem

Zwei Satelliten und ein Subwoofer

Dieser Verstärker ist für genau eine Anordnung gebaut, und das unterscheidet ihn von jedem Mehrkanalgerät: zwei kleine Lautsprecher und ein Subwoofer. Die Frequenzweiche, die diese drei aufteilt, steckt schon darin und muss nicht als eigenes Gerät dazugekauft werden. Eingestellt wird sie direkt am Gehäuse, zusammen mit einer Pegelanpassung für den Subwoofer-Kanal. Damit ist eine klassische Aufgabe in einem Gerät gelöst, für die sonst ein Stereo-Verstärker, eine aktive Weiche und ein zweiter Verstärker für den Subwoofer nötig wären. Übertragen wird von 20 Hertz bis 20 Kilohertz bei einer Abweichung von plus oder minus 0,2 Dezibel. Versorgt wird er aus 120 oder 240 Volt bei 50 oder 60 Hertz, umschaltbar am Gerät, bei einer Leistungsaufnahme von 530 Watt und unter 0,5 Watt im Ruhezustand. Er belegt eine Höheneinheit bei 483 Millimetern Breite und ist nur 254 Millimeter tief. Im Sortiment steht er deshalb bei den Stereo-Verstärkern und bei den Subwoofer-Verstärkern, denn er ist beides zugleich. Vorgesehen ist damit eine Anlage, die mit einem Gerät auskommt. Mehr Geräte braucht ein solches Set nicht.

Die Leistung ist absichtlich ungleich

Die Leistungsangaben zeigen, worauf dieses Gerät ausgelegt ist. An 8 Ohm liefert es 40 Watt links, 40 Watt rechts und 70 Watt am Subwoofer-Kanal. An 4 Ohm steigt das auf 65 Watt links, 65 Watt rechts und 170 Watt am Subwoofer. Der Tieftonkanal bekommt also mehr als das Doppelte der anderen, und das ist kein Zufall, sondern die Grundidee: Ein kleiner Satellit braucht wenig Leistung, weil er den Tiefton nicht wiedergeben muss, ein Subwoofer braucht viel. Eine weitere Angabe gehört dazu und ist leicht zu überlesen. Die beiden Satellitenkanäle vertragen eine Last von 2 Ohm und liefern dort 110 Watt je Kanal, der Subwoofer-Kanal dagegen ist nach Herstellerangabe nicht 2-Ohm-fest. Wer also mehrere kleine Lautsprecher parallel an einen Kanal legt, darf das nur auf den Satellitenseiten tun. Prüfen Sie diese Zuordnung vor dem Anschluss. Für die Auswahl der Lautsprecher heißt das: Prüfen Sie die Belastbarkeit je Weg einzeln und nicht die Summe. Ein Satellit, der an 8 Ohm 40 Watt bekommt, ist eine andere Rechnung als einer mit 110 Watt an 2 Ohm. Die Impedanz entscheidet darüber, welcher Wert gilt. Prüfen Sie außerdem, ob ein zweiter Subwoofer vorgesehen ist, weil der Ausgang dafür nicht freigegeben ist.

Weiche und Subsonic-Filter

Zwei Funktionen machen aus dem Verstärker ein vollständiges Werkzeug für ein 2.1-Set. Die erste ist die eingebaute Frequenzweiche. Sie trennt das Signal zwischen Satelliten und Subwoofer, und sie wird am Gerät eingestellt, zusammen mit dem Pegel des Tieftonkanals. Damit lässt sich der Übergang an die vorhandenen Lautsprecher anpassen, ohne eine Software zu bedienen. Die zweite ist ein Subsonic-Filter. Er schneidet die Frequenzen unterhalb des nutzbaren Bereichs ab und schützt damit den Subwoofer vor Signalen, die er nicht wiedergeben kann, aber mit Hub beantworten würde. In einer Anlage mit Film- und Musikwiedergabe ist das die Funktion, die die Lebensdauer verlängert, und sie fehlt bei einem gewöhnlichen Stereo-Verstärker. Dazu kommt ein Trigger-Eingang, über den sich das Gerät von einem Vorverstärker oder einer Steuerung gemeinsam mit der Anlage einschalten lässt. Diese drei Funktionen ersetzen in einem 2.1-Set die Arbeit, die sonst ein DSP übernimmt, und sie tun es ohne Software. Für eine Anlage, die über Jahre unverändert laufen soll, ist das ein Vorteil: Es gibt nichts, was sich durch ein Update verschieben könnte. Der Trigger-Eingang ist dabei der einzige Anschluss für eine Steuerung. Das ist der eigentliche Grund, ein Gerät ohne DSP zu wählen.

Was fehlt, und woher die Angaben kommen

Zwei Punkte gehören zur Einordnung, und beide sind keine Mängel, sondern Festlegungen. Erstens fehlt diesem Verstärker alles, was man heute von einem DSP-Gerät erwartet: keine digitale Signalverarbeitung, kein Equalizer, keine Netzwerkschnittstelle, keine Einmessung. Er verstärkt, trennt und begrenzt nach unten, und das ist sein ganzer Umfang. Wer eine Raumkorrektur oder eine Einbindung in eine Steuerung über Netzwerk braucht, ist bei einem anderen Gerät richtig. Zweitens die Quelle: Die hier genannten Angaben stammen aus dem herstellereigenen Datenblatt mit Stand Oktober 2013, abgerufen als Archivfassung. Lassen Sie Verfügbarkeit und Werte deshalb vor einer Bestellung bestätigen. Die Bautiefe von 254 Millimetern ist dabei die Angabe, die in der Praxis am häufigsten zählt. Die mediacraft AG gibt Auskunft zum aktuellen Stand dieser Position. Halten Sie je Anlage fest, welche Lautsprecher an welchem Ausgang hängen und wie Trennfrequenz und Pegel eingestellt sind. Beides ist mechanisch gesetzt und nicht als Datei zu sichern, und nach einem Austausch beginnt die Einstellung sonst von vorn. Ein Foto der Regler genügt dafür. Ohne diese Notiz ist der Zustand später nicht zu rekonstruieren.