Future Automation · Serie

Die WB Einbaugehäuse: Zubehör für Liftsysteme von 10 bis 120 Kilogramm

Sechs Boxen, sechs Halterungen

Diese Reihe folgt einer einfachen Regel: Zu jeder Halterung gehört genau eine Box, und keine Box passt zu zwei Halterungen. Sie wählen deshalb nicht zuerst eine Größe, sondern zuerst die Halterung, und die Box ergibt sich daraus. Es sind sechs Ausführungen. Die WB-EAD nimmt die motorisierte EAD auf, die Electric Advance and Drop, mit einer Traglast von 60 Kilogramm und für Bildschirme ab 50 Zoll. Die WB-FSA1, WB-FSA2 und WB-FSA3 gehören zu den manuellen Schwenkhalterungen derselben Bezeichnung, mit 10 beziehungsweise 25 Kilogramm Traglast bei FSA1 und FSA3. Die WB-PSE90 nimmt die motorisierte PSE90 auf, die WB80 ausschließlich die PS80 mit 120 Kilogramm Traglast für Bildschirme von 60 bis 90 Zoll. Eine Angabe gilt für alle sechs und wird regelmäßig überlesen: Die Halterung selbst liegt nicht bei. Bestellt werden immer zwei Positionen, Box und Halterung. Im Sortiment stehen diese Boxen beim Zubehör für Liftsysteme. Für den Endkunden heißt das ein Bildschirm, der aus der Wand kommt und danach wieder verschwindet. Für die Planung ist es ein Bauteil des Trockenbaus mit festen Maßen und einem engeren Ständerraster. Der Fachhandel bekommt sechs klar zugeordnete Paare aus Halterung und Box.

Von 10 bis 120 Kilogramm

Die Spannweite dieser Reihe ist ungewöhnlich groß. Am unteren Ende steht die WB-FSA1 für Bildschirme von 15 bis 26 Zoll. Ihre Halterung trägt 10 Kilogramm und dreht bis 180 Grad in beide Richtungen. In der Box ist sie in Schritten von 35 Millimetern über insgesamt 105 Millimeter höhenverstellbar. Darüber folgt die WB-FSA2 mit einem Wandausschnitt von 376 mal 356 Millimetern. Die WB-FSA3 für Bildschirme von 37 bis 55 Zoll verlangt 762 mal 566 Millimeter, die WB-EAD 729 mal 354 Millimeter. Am oberen Ende steht die WB80 mit einem empfohlenen Ausschnitt von 1169 mal 863 Millimetern. Die WB-PSE90 misst in der Wand 764 mal 538 Millimeter und wiegt selbst 15,2 Kilogramm. Beim Auszug von der Wand reicht die Reihe von 294 Millimetern bei der FSA1 bis 749 Millimetern bis zur Bildschirmmitte bei der PSE90. Diese Spanne hat eine praktische Folge: Eine Entscheidung für die nächste Größe ist hier nie nur eine Frage des Aufwands, sondern eine andere Wandöffnung und oft ein anderer Wandaufbau. Legen Sie die Größe deshalb früh fest, denn nachträglich wächst ein Ausschnitt nicht. Das gilt für alle sechs Ausführungen. Prüfen Sie dieses Maß an der vorgesehenen Wand, bevor die Größe feststeht.

Was alle sechs gemeinsam haben

Drei Dinge sind bei allen gleich. Erstens die Wandtiefe: Der Hersteller nennt eine Mindesttiefe von 101,6 Millimetern, und die Boxen bauen 95 bis 99,5 Millimeter. Ein einfach beplanktes Profil mit 75 Millimetern genügt also nicht. Zweitens die Befestigung: Sie erfolgt an waagerechten Ständern mit einem Achsabstand von 406 beziehungsweise 406,4 Millimetern, bei einem seitlichen Lochabstand von 50,8 Millimetern; die Zeichnungen sind auf ein Raster von 16 Zoll ausgelegt. Drittens die Leitungen: Vorgesehen sind Ausbrechöffnungen mit 35 und 63 Millimetern, bei einem Teil der Boxen zusätzlich ein Durchbruch für eine Anschlussdose, und die Kabelführung der jeweiligen Halterung ist integriert. Die Oberfläche ist in RAL 9005 Schwarz seidenmatt ausgeführt; bei WB-EAD, WB-FSA1 und WB-FSA2 nennt der Hersteller kundenspezifische RAL-Töne. Vorgesehen ist nur der Innenbereich, Marine-Einsatz schließt er aus. Diese drei Gemeinsamkeiten sind der eigentliche Vorteil der Reihe. Wer eine dieser Boxen einmal eingebaut hat, kennt den Ablauf für alle sechs, und der Trockenbauer arbeitet nach demselben Raster. Unterschiedlich ist nur das Maß der Öffnung und der Auszug der Halterung. Beides steht in der Maßzeichnung, und die fordern Sie vor der Ausführung an. Das verkürzt bei mehreren Stellen in einem Haus die Montagezeit erheblich.

Zwei Hinweise und der Weg zum Bezug

Der erste Hinweis betrifft die WB-FSA3: Der Hersteller führt sie als abgekündigt. Für ein neues Projekt fragen Sie dort nach der Nachfolge, für eine vorhandene Anlage bleiben die Maße hier vollständig. Der zweite betrifft die WB-PSE90 und ist eine Besonderheit, die vor der Bestellung geklärt werden muss. Die Wandplatte der PSE90 sitzt nicht mittig zum Mechanismus, sondern 45 Millimeter versetzt, und es gibt die Halterung in einer Ausführung für links und einer für rechts. Die Box hat deshalb acht M8-Gewindelöcher, von denen je nach Ausführung der linke oder der rechte Satz benutzt wird, dazu die passende Innenblende. Legen Sie die Drehrichtung also fest, bevor bestellt wird. In Deutschland und Österreich wird über die mediacraft AG bezogen; dort gibt es Auskunft zur passenden Box, zur Drehrichtung und zur Nachfolge der abgekündigten Ausführung. Halten Sie je Stelle beide Bezeichnungen fest, die der Halterung und die der Box. Nach dem Beplanken ist die Zuordnung nicht mehr zu erkennen, und sie ist bei jedem Wechsel des Bildschirms die erste Frage. Ein Foto vor dem Verschließen gehört dazu. Damit ist die Zuordnung dauerhaft belegt.