Blaze by Sonance · Serie

PowerZone Serie: Commercial-Verstärker 70V/100V zum Einstellen und Sperren

Ohne DSP, ohne Netzwerk

Diese drei Modelle lassen bewusst weg, was die Connect-Reihe desselben Herstellers ausmacht. Es gibt keinen DSP und keinen Netzwerkanschluss, also auch keine Zonensteuerung, keinen Equalizer, keine Presets und keine Web-App. Der Hersteller verweist für diese Funktionen ausdrücklich auf die Connect-Reihe. Was bleibt, ist eine Endstufe in Class-D von Pascal, die von 20 Hertz bis 20 Kilohertz überträgt, gemessen an 8 Ohm mit einer Toleranz von null bis minus 0,25 Dezibel. Eingestellt wird über DIP-Schalter am Gerät, und eine Sperre an der Frontplatte verhindert, dass jemand die Einstellung versehentlich verändert. Das zweikanalige Modell ist ein Stereo-Verstärker, die beiden vierkanaligen sind Mehrkanal-Verstärker. Weil jeder Kanal wahlweise an 4 und 8 Ohm oder an 70 und 100 Volt arbeitet, sind alle drei zugleich Commercial-Verstärker 70V/100V. Für den Endkunden heißt das eine Anlage, die läuft und die niemand verstellt. Planer bekommen ein Gerät ohne Konfigurationsdatei. Der Fachhandel bekommt eine schnelle Inbetriebnahme. Diese Reihe ist damit kein abgespecktes Gerät, sondern eine andere Antwort auf dieselbe Aufgabe. Wer eine Anlage baut, die zehn Jahre unverändert laufen soll, bekommt hier weniger Funktionen und dafür weniger Gründe für einen Servicetermin.

Drei Modelle, Lo-Z oder Hi-Z je Kanal

Das kleinste Modell führt zwei Kanäle mit je 125 Watt an 4 oder 8 Ohm. In der Betriebsart mit 70 oder 100 Volt bleibt ein Kanal mit 250 Watt. Die Systemleistung beträgt 250 Watt und lässt sich auf einen Ausgang legen. Das mittlere führt vier Kanäle mit je 125 Watt an 4 und 8 Ohm oder zwei mit je 250 Watt an 70 und 100 Volt. Die Systemleistung beträgt 500 Watt, die Verteilung reicht bis zweimal 250 Watt. Das größte führt vier Kanäle mit je 250 Watt, und zwar in beiden Betriebsarten, bei 1.000 Watt Systemleistung. Entscheidend ist dabei ein Unterschied, der in keiner Modellbezeichnung steht: Beim größten Modell gibt es keine automatische Verteilung, jeder Kanal führt durchgehend 250 Watt. Die beiden kleineren verschieben ihre Summe, das größte nicht. Wer also vier gleich starke Zonen braucht, nimmt das größte; wer eine starke und drei schwache Zonen hat, kommt mit dem mittleren aus. Die Wahl der Betriebsart erfolgt je Kanal und nicht für das ganze Gerät. Prüfen Sie außerdem, wie viele Kanäle tatsächlich gebraucht werden, bevor Sie auf die nächste Stufe gehen. Zwei Geräte mit halber Rack-Breite nebeneinander ergeben oft die bessere Lösung als ein größeres über die ganze Breite.

DIP-Schalter und die Sperre an der Front

Eingerichtet wird am Gerät selbst. Die DIP-Schalter legen fest, ob ein Kanal an niedriger Impedanz oder an 70 beziehungsweise 100 Volt arbeitet, und sie bestimmen die Zuordnung der Eingänge. Das klingt nach einem Rückschritt gegenüber einer Oberfläche im Browser, hat aber zwei Vorteile. Der erste ist Tempo: Eine Anlage ist in Minuten eingestellt, ohne Netzwerk, ohne Rechner und ohne Inbetriebnahme durch einen Fachmann mit Zugangsdaten. Der zweite ist Dauer. Eine Sperre an der Frontplatte verhindert eine unbeabsichtigte Änderung, und ohne Netzwerk gibt es keinen Fernzugriff, kein Update und keinen Zustand, der sich über Jahre verschiebt. In einem Vereinsheim, einer Schulaula oder einem Lager ist genau das der Punkt. Für die Lautstärke gibt es eine GPIO-Schnittstelle, an die ein externes Potentiometer als Regler angeschlossen wird. Damit bekommt der Nutzer genau eine Bedienmöglichkeit, und mehr ist meist nicht gewollt. Die Schalterstellungen sollten trotzdem dokumentiert werden, und zwar als Foto. Ohne Datei zum Zurückladen ist dieses Bild der einzige Weg, ein Ersatzgerät gleich einzustellen. Legen Sie es sofort zu den Unterlagen. Ein Bild sagt hier mehr als jede Notiz.

Wann die Connect-Reihe die richtige ist

Die Abgrenzung gehört vor jede Entscheidung, und der Hersteller nennt sie selbst. Zonensteuerung und Equalizer findet man nach seiner Angabe in der Connect-Reihe. Brauchen Sie getrennte Quellen je Zone, Durchsagen mit Vorrang, eine Einmessung, eine Verzögerung oder eine Übertragung über das Netzwerk, dann ist diese Reihe hier nicht geeignet. Brauchen Sie dagegen Leistung auf Lautsprecher, einmal eingestellt, dann ist sie die einfachere und robustere Lösung. Die Baugrößen: Das kleinste Modell misst 220 mal 44 mal 263 Millimeter und wiegt 1,9 Kilogramm. Das mittlere misst 220 mal 44 mal 339 Millimeter bei 2,4 Kilogramm; beide belegen die halbe Rack-Breite. Das größte kommt auf 440 mal 44 mal 294 Millimeter bei 3,6 Kilogramm und damit auf die ganze Breite. Die Leistungsaufnahme beträgt 75, 150 und 300 Watt. Eine Sperre an der Frontplatte sichert die Einstellung gegen Zufall. Vertrieben wird diese Reihe für Deutschland und Österreich von der mediacraft AG. Halten Sie je Anlage fest, welches Modell verbaut ist und wie die Schalter stehen. Diese zwei Zeilen ersetzen später eine Öffnung des Schranks. Mehr Unterlagen braucht diese Reihe nicht.