Blaze by Sonance · Serie

PowerZone Connect 2U Serie: DSP/EQ-Verstärker, Stereo-Verstärker und Dante-Verstärker

Die große Baureihe

Diese neun Modelle sind der obere Teil des Programms. Sie belegen zwei Höheneinheiten in voller Rack-Breite und reichen von 1.000 bis 6.000 Watt Systemleistung. Zwei Modelle führen zwei Kanäle, vier führen vier Kanäle, drei führen acht Kanäle. Gemeinsam ist allen die Endstufe in Class-D von Pascal. Übertragen wird von 20 Hertz bis 20 Kilohertz mit einer Toleranz von null bis minus 0,5 Dezibel an 8 Ohm, und der Rauschabstand liegt über 108 Dezibel. Die Reihe zählt damit zu mehreren Bereichen gleichzeitig. Der Matrix-DSP macht jedes Modell zum DSP/EQ-Verstärker, die beiden zweikanaligen Ausführungen sind Stereo-Verstärker, die sieben übrigen Mehrkanal-Verstärker. Durch den Betrieb an 70 und 100 Volt sind sie auch Commercial-Verstärker 70V/100V. Die drei Ausführungen mit Audinate-Schnittstelle sind Dante-Verstärker. Der Unterschied zur kleinen Reihe liegt nicht in der Kanalzahl, sondern in der Last: Diese Verstärker arbeiten an 8, 4 und 2 Ohm sowie an 70 und 100 Volt, und jeder von ihnen lässt sich brücken. Damit sind sie für Flächen gemacht, die mit 60 oder 125 Watt je Ausgang nicht auskommen: große Säle, Außenflächen, Sporthallen, Subwoofer. Für den Endkunden heißt das Reserve, die hörbar wird, wenn es laut wird. Planer bekommen eine Reihe mit echter 2-Ohm-Fähigkeit. Der Fachhandel bekommt neun Stufen für eine einzige Projektart. Die Baugröße ist dabei kein Zufall: Zwei Höheneinheiten geben Raum für Kühlkörper und Netzteil, und genau das ist die Voraussetzung für 750 Watt an einem einzigen Ausgang.

Brücke und 2 Ohm

Zwei Eigenschaften machen diese Reihe aus. Die erste ist die Lastfähigkeit bis 2 Ohm. Ein zweikanaliges Modell liefert 250 oder 400 Watt an 8 Ohm, 500 oder 750 Watt an 4 Ohm und dieselben 500 oder 750 Watt an 2 Ohm. Damit lassen sich mehrere Lautsprecher parallel an einen Ausgang legen, ohne dass die Leistung zusammenbricht. Die zweite ist der Brückenbetrieb. Zwei Ausgänge werden zu einem zusammengefasst und liefern dann 1.000 oder 1.500 Watt, bei den vierkanaligen Modellen zweimal und bei den achtkanaligen viermal diesen Wert. Das ist der übliche Weg für einen Subwoofer oder für eine Leitung, die weit reicht. Beides zusammen ergibt eine Systemleistung von 1.000, 1.500, 2.000, 3.000, 4.000 oder 6.000 Watt. Anders als in der kleinen Reihe wird hier nicht verschoben, sondern gebrückt: Die Summe steht fest, und die Aufteilung entscheidet sich an den Klemmen und nicht in der Software. Prüfen Sie vor der Festlegung, ob der vorgesehene Lautsprecher die gebrückte Leistung verträgt. Ein Ausgang mit 1.500 Watt ist schnell eingestellt und ebenso schnell zu viel für eine Membran, die 400 Watt verkraftet.

An 70 und 100 Volt nicht dasselbe

Für den Betrieb an langen Leitungen gibt der Hersteller zwei Spannungen an, und bei einem Teil der Modelle unterscheiden sich die Werte. Das 1002 liefert 1.000 Watt an 70 wie an 100 Volt, ebenso arbeitet das 2004 mit zweimal 1.000 Watt an beiden Spannungen und das 4008 mit viermal 1.000 Watt. Beim 1502 dagegen nennt der Hersteller 1.500 Watt an 100 Volt, aber 1.200 Watt an 70 Volt. Dasselbe Verhältnis gilt beim 3004 mit zweimal und beim 6008 mit viermal diesen Werten. Wer mit 70 Volt plant, verliert bei diesen Modellen also ein Fünftel der Leistung, und das gehört in die Rechnung und nicht in die Montage. Geplant wird deshalb zuerst die Spannung und danach das Modell. In Europa ist 100 Volt der übliche Weg, in Bestandsanlagen und bei importierter Technik trifft man 70 Volt. Prüfen Sie, was vorhanden ist, bevor Sie eine Leistung zusagen. Halten Sie die Spannung je Zone fest und nicht je Anlage, weil eine Installation beide Betriebsarten gleichzeitig führen kann: 100 Volt im Außenbereich und 4 Ohm im Saal. Der DSP trennt das ohnehin.

Strom, Wärme und der Weg zum Bezug

Diese Reihe verlangt mehr als einen Platz im Rack. Die Leistungsaufnahme beträgt 350 Watt bei den beiden zweikanaligen Modellen, 700 Watt bei den vier mittleren und 1.400 Watt bei den drei achtkanaligen. Bei 1.400 Watt ist der Anschluss keine Nebensache mehr, sondern eine eigene Position in der Elektroplanung, und die Wärme muss aus dem Schrank heraus. Der Hersteller nennt eine Betriebstemperatur von 0 bis 40 Grad Celsius. Die Tiefe beträgt 320 Millimeter bei den sechs kleineren und 415 Millimeter bei den drei größten, das Gewicht 5,9, 7,4 oder 11,6 Kilogramm. Dante liegt bei 2004D, 3004D und 6008D auf einem eigenen RJ45-Anschluss; für 1002, 1502 und 4008 nennt der Hersteller keine solche Ausführung. Alle neun Modelle sind nach Herstellerangabe UL gelistet und erfüllen die Vorgaben von ErP und Energy Star. In Deutschland und Österreich kommt diese Reihe über die mediacraft AG. Die Konfiguration läuft über die Web-App PowerZone Control, erreichbar über den Netzwerkanschluss oder über einen eigenen WLAN-Zugangspunkt. Einen Limiter führt der Hersteller ab dem 1502 auf; beim 1002 steht er nicht in der Liste.