B-System · Serie

Secoboxx 2. Generation universal: Schutz statt Volumen

Kein Rückvolumen, sondern Schutz

Diese Reihe tut bewusst nicht, was ein Einbaugehäuse normalerweise tut. Sie schließt kein Volumen ein. Sie ist für Einbaulautsprecher gedacht, die nach Herstellerangabe für Open-Space- oder Free-Air-Montage ausgelegt sind und kein definiertes Rückvolumen brauchen. Für solche Lautsprecher wäre ein geschlossener Korpus aus MDF der falsche Weg; was sie benötigen, ist ein aufgeräumter, geschützter Hohlraum. Genau das liefert diese Reihe. Die Wände bestehen aus Akustikplatten aus grauem Polyestervlies mit 1000 Gramm je Quadratmeter, und das Bauteil hält Schmutz, Riesel und Insekten fern. Es gibt zwei Bauformen: ein quadratisches Gehäuse für abgehängte Decken und ein langgestrecktes für Trockenbauwände. Beide sind in vier Größen erhältlich. Innerhalb der Lautsprecher-Einbaugehäuse ist das eine eigene Kategorie, die man nicht mit den geschlossenen Reihen verwechseln sollte. Für den Endkunden heißt das ein sauberer Einbau ohne Staub auf der Membran. Planer und Architekten bekommen ein leichtes Bauteil ohne Volumenrechnung. Der Fachhandel bekommt eine Position, die bei jedem Free-Air-Lautsprecher dazugehört und trotzdem regelmäßig fehlt. Wer das verwechselt, hört es sofort: Ein Lautsprecher mit Volumenvorgabe verliert in einem offenen Hohlraum unten herum deutlich, und kein Einpegeln holt das zurück.

Zwei Formate: Quadrat und Langformat

Die quadratische Bauform kommt in vier Größen. Zwei messen 290 mal 290 Millimeter bei 100 und 150 Millimetern Höhe, zwei haben 390 mal 390 Millimeter bei 150 und 200 Millimetern. Die angegebene Einbautiefe schließt 12,5 Millimeter Gipskarton ein; die lichte Höhe darüber ist also entsprechend geringer. Für den Ausschnitt gilt bei den kleineren kreisförmig bis 240 Millimeter oder 220 mal 220 Millimeter, bei den größeren rund bis 320 Millimeter oder 300 mal 300 Millimeter. Die kleinste ist laut Hersteller für Deckeneinbaulautsprecher mit 4 bis 6 Zoll vorgesehen. Die lange Bauform ist für die Wand gedacht. Sie misst in vier Stufen 590, 790, 990 und 1190 Millimeter in der Länge. Die Höhe beträgt 290 Millimeter bei der kleinsten und 390 Millimeter bei den drei größeren. Die Tiefe liegt bei allen vier bei 100 Millimetern, davon 87,5 Millimeter lichte Höhe und 12,5 Millimeter Gipskarton. Die Ausschnitte reichen von 500 mal 220 bis 1100 mal 320 Millimetern. Laut Hersteller ist diese Bauform auch für den Deckeneinbau geeignet. Prüfen Sie beim langen Format zusätzlich die Wandstärke, weil 100 Millimeter Tiefe nicht in jede Konstruktion passen. Ein einfach beplankter Ständer mit 75 Millimetern genügt nicht.

Vlies, Brandverhalten und Rohreinführungen

Das Material ist der Unterschied zu allen anderen Reihen dieses Herstellers. Statt MDF kommen Akustikplatten aus grauem Polyestervlies mit 1000 Gramm je Quadratmeter zum Einsatz. Das macht das Bauteil leicht, es dämpft den Hohlraum hinter der Öffnung, und es nimmt dem abgehängten Deckenzwischenraum seine akustische Unbestimmtheit, ohne ihn abzuschließen. Zum Brandverhalten nennt der Hersteller die Klasse B1. Eine Norm oder ein Prüfzeugnis gibt er dazu nicht an, und deshalb steht diese Angabe hier ausdrücklich als Herstellerangabe. Wer sie für eine Ausschreibung oder eine Abnahme braucht, fordert den Nachweis vorab an. Für die Leitungen sind Rohreinführungen mit 20 und 25 Millimetern vorgebohrt, sodass niemand schneiden muss und die Dichtigkeit gegen Riesel erhalten bleibt. Sonderhöhen bis 250 Millimeter sind laut Hersteller möglich, was bei einer flachen Abhängung oder bei einem tief bauenden Lautsprecher den Unterschied macht. Fragen Sie diese Möglichkeit ab, bevor Sie auf eine Standardgröße ausweichen. Vlies hat gegenüber Holz noch einen praktischen Vorteil: Es lässt sich leichter in eine fertige Abhängung einbringen, weil es wenig wiegt und nachgibt. Das zählt bei einer Nachrüstung über Kopf.

Die Grenzen und der Weg zum Bezug

Drei Einschränkungen gehören zur Entscheidung. Erstens der Einsatzbereich: Diese Reihe ersetzt kein geschlossenes Gehäuse. Ein Lautsprecher, dessen Datenblatt ein bestimmtes Rückvolumen verlangt, gehört in eine der geschlossenen Reihen und nicht hierher. Zweitens die Brandschutzangabe, die ohne Norm und ohne Prüfzeugnis vorliegt und deshalb vor einer Ausschreibung zu belegen ist. Drittens der Untergrund: Vorgesehen sind abgehängte Decken und Trockenbauwände, nicht Beton oder Mauerwerk. Die mediacraft AG liefert diese Reihe für Deutschland und Österreich. Unterstützt wird bei der Wahl der Bauform, bei der Frage nach einer Sonderhöhe und beim Nachweis zum Brandverhalten. Halten Sie je Stelle fest, welche Ausführung in welcher Größe eingebaut ist und welches Modell darin sitzt. Nach dem Verschließen der Decke ist das nicht mehr zu erkennen, und bei einer Erweiterung ist es die erste Frage. Ein Foto der offenen Decke ist dafür die sicherste Form, und es kostet nichts. Notieren Sie außerdem die Bauform, weil Quadrat und Langformat denselben Lautsprecher aufnehmen können.