B-System · Serie

Gineos: ein Streaming-Lautsprecher verschwindet in der Wand

Kein neuer Lautsprecher, sondern ein Einbauplatz

Diese Reihe löst eine Aufgabe, die mit gewöhnlichen Einbaulautsprechern nicht zu lösen ist. Viele Haushalte haben schon Streaming-Lautsprecher im Einsatz, eingerichtet, mit Konten verbunden und in Gruppen geschaltet. Was fehlt, ist ein Platz, an dem sie nicht als Kiste im Regal stehen. Genau das ist dieses Einbau-Kit: ein Adapter mit Schallwand und Blende, der einen serienmäßigen Streaming-Lautsprecher in eine Trockenbauwand oder eine abgehängte Decke aufnimmt. Vorgesehen sind nach Herstellerangabe der Sonos Era 100, der Sonos One, der Sonos One SL, der Sonos Play:1 und der Denon Home 150. Auf der Herstellerseite wird zusätzlich der Sonos Era 100 Pro genannt. Streaming und Sprachsteuerung bleiben laut Hersteller funktionsfähig, das Einbauen nimmt dem Lautsprecher also nichts von seinen Aufgaben. Als Lautsprecher-Einbaugehäuse unterscheidet sich die Reihe damit grundlegend von den übrigen: Es braucht keinen Verstärker und kein Lautsprecherkabel, sondern Strom und Netzwerk. Für den Endkunden heißt das, dass eine eingerichtete Anlage erhalten bleibt und nur ihren Platz wechselt. Planer und Fachhandel bekommen eine Position ohne Verstärkerfrage, dafür mit zwei Anforderungen an die Elektroinstallation. Architekten betrifft allein die Blende. Verstärker und Lautsprecherleitung entfallen damit vollständig.

Die Maße und die Blende

Für den Einbau gelten drei Zahlen. Der Ausschnitt ist rund und beträgt 218 Millimeter. Die Schallwand misst 232 Millimeter im Durchmesser bei einer Höhe von 123 Millimetern, und diese 123 Millimeter sind die Bautiefe, zu der Kabel und Stecker noch hinzukommen. Diese Zugabe ist bei dieser Reihe keine Nebensache, dazu weiter unten mehr. Sichtbar bleibt allein die Blende. Sie liegt flach auf, besteht aus einem Stück und wird magnetisch gehalten; das Lochgitter lässt sich abnehmen, etwa um an den Lautsprecher zu kommen. Außen misst sie 240 Millimeter im Durchmesser in der runden Ausführung oder 240 mal 240 Millimeter in der quadratischen. Beide gibt es in Weiß und in Anthrazit, also vier Kombinationen. Für die Gestaltung ist das der entscheidende Teil: Eine runde Blende ordnet sich einem Raster aus Einbauleuchten unter, eine quadratische einer Wand mit Fugen und Kanten. Die Farbe wählt man nach der Fläche und nicht nach dem Lautsprecher. Beide Formen tragen flach auf, und das ist der Unterschied zu einem aufgesetzten Lautsprecher. In einer durchgestalteten Decke ist das oft der Grund, warum diese Lösung überhaupt in Frage kommt. Die Farbe wählt man nach der Fläche. Vier Kombinationen stehen zur Wahl, zwei Formen und zwei Farben.

Was der Einbau verlangt

Vorgesehen ist der Trockenbau, also eine Vorsatzschale oder eine abgehängte Decke mit genügend Tiefe. Für Beton und Mauerwerk nennt der Hersteller eine Ergänzung: das Einbetoniergehäuse Euroboxx M beziehungsweise seine Wandausführung. Ohne diese Ergänzung ist ein Einbau in eine Massivwand nicht vorgesehen. Die zweite Anforderung betrifft die Versorgung. Ein Streaming-Lautsprecher braucht Strom, und je nach Einrichtung eine Netzwerkleitung; beides muss an der Einbaustelle liegen, bevor beplankt wird. Hier kommt die Herstellerempfehlung ins Spiel, einen LAN-Winkelstecker zu verwenden. Der Grund ist die knappe Bautiefe: Ein gerader Stecker verlängert den Platzbedarf hinter der Schallwand, ein gewinkelter nicht. Wer das übersieht, merkt es erst beim Einsetzen. Prüfen Sie also die Tiefe hinter der Beplankung samt dieser Zugabe und planen Sie eine Steckdose sowie, wenn gewünscht, eine Netzwerkdose an der Stelle. Legen Sie beides im Plan fest und nicht auf der Baustelle, weil es vor dem Beplanken liegt. Eine Steckdose, die fehlt, bedeutet eine geöffnete Fläche und keinen kleinen Nachtrag. Die Zugabe für den Stecker ist dabei die kritische Größe.

Grenzen, Namen und Bezug über mediacraft

Drei Angaben gehören vor die Bestellung. Erstens die Zuordnung: Das Kit nimmt die genannten Modelle auf und keine anderen. Prüfen Sie am Datenblatt, ob Ihr vorhandener Lautsprecher dabei ist, denn ein anderes Modell passt nicht in die Schallwand. Zweitens der Zugang: Das Lochgitter ist abnehmbar und die Blende magnetisch gehalten, der Lautsprecher bleibt also erreichbar. Drittens eine Besonderheit bei der Bezeichnung, die wir weitergeben, weil sie so in den Unterlagen steht: Im Handel wird die Reihe als Gineos One geführt, beim Hersteller als Gineos. Fragen Sie bei einer Bestellung also nach beiden Namen. Zuständig für Deutschland und Österreich ist die mediacraft AG. Unterstützt wird bei der Prüfung des Lautsprechermodells, bei der Wahl von Form und Farbe der Blende und bei der Frage nach dem Bauteil für Massivwände. Halten Sie am Ende fest, welches Modell an welcher Stelle sitzt und wie es im Netzwerk heißt. Hinter einer geschlossenen Blende ist beides nicht zu erkennen, und bei einem Wechsel ist diese Notiz die erste Frage. Beide Namen bezeichnen dieselbe Reihe.