Euroboxx Precast
Einbaugehäuse für Filigrandecken, Elementdecken und vorgefertigte Beton-Moduldecken, EPS-Grundkörper mit Knauf-Aquapanel-Frontplatte
Bei einer Filigrandecke oder einer Elementdecke entsteht ein Teil der Decke im Werk und wird fertig auf die Baustelle geliefert. Wer dort einen Deckenlautsprecher mit eigenem Volumen will, muss ihn im Werk vorsehen, denn die Platte kommt gegossen an. Genau dafür ist diese Reihe gemacht. Der Hersteller nennt die werkseitige Integration in die Betonplatte ausdrücklich; bei Filigrandecken wird das Bauteil zur Hälfte einbetoniert, der Rest bleibt frei und nimmt später den Lautsprecher auf. Die Reihe umfasst bislang eine einzige Baugröße mit 13,50 Litern Innenvolumen. Das Bauteil misst 390 mal 390 mal 162,5 Millimeter, wovon 12,5 Millimeter auf die Frontplatte und 150 Millimeter auf den Innenraum entfallen. Diese Frontplatte besteht aus einer Zementbauplatte vom Typ Knauf Aquapanel, sie wird also später verspachtelt wie die umgebende Deckenfläche. Der Grundkörper ist graues EPS mit 50 Kilogramm je Kubikmeter, innen liegt eine Schaumstoffmatte von 10 Millimetern. Als Lautsprecher-Einbaugehäuse ist die Reihe mit der Brandschutzklasse B1 angegeben. Für den Endkunden heißt das eine Entscheidung, die mit der Decke bestellt wird. Planer und Architekten betrifft vor allem die Elementteilung, die mit der Werkplanung abzustimmen ist. Der Fachhandel bekommt einen Zugang zu Objektprojekten über die Werkplanung. Sichtbar bleibt am Ende eine verspachtelte Deckenfläche mit einer Öffnung.
Anders als die übrigen Reihen desselben Herstellers bietet diese keine Größenstaffelung. Es gibt eine Ausführung, und daraus folgt eine einfache Prüfung: Der vorgesehene Lautsprecher muss mit 13,50 Litern Volumen und 150 Millimetern Einbautiefe auskommen. Passt er, ist die Wahl getroffen; passt er nicht, ist diese Reihe nicht die richtige. Das erspart eine Zuordnungstabelle, verlangt aber eine ehrliche Prüfung des Datenblatts, bevor die Deckenplatte bestellt wird. Für den sichtbaren Teil gilt: Der Ausschnitt darf rund bis 330 Millimeter oder quadratisch 290 mal 290 Millimeter groß sein. Wichtiger als diese Maße ist der Zeitpunkt, zu dem sie entstehen, und der ist bei dieser Reihe ungewöhnlich. Der Ausschnitt wird erst nach dem Betoniervorgang geschnitten, nicht im Werk vorbereitet. Die Platte kommt also geschlossen auf die Baustelle, und die Öffnung entsteht dort. Das ist ein Vorteil, weil die Lage des Lautsprechers bis zuletzt angepasst werden kann. Prüfen Sie beides zusammen am Datenblatt des Lautsprechers, bevor die Deckenelemente in Auftrag gehen. Nach dem Gießen der Platte ist keine Änderung möglich, und eine Platte wird nicht wegen eines Lautsprechers neu gefertigt. Diese Freiheit gibt es bei keiner anderen Reihe desselben Herstellers.
Die Arbeit verteilt sich auf zwei Orte, und das ist die Besonderheit dieser Reihe. Im Fertigteilwerk wird das Bauteil in die Schalung der Deckenplatte eingelegt und mit vergossen. Bei einer Filigrandecke bleibt die obere Hälfte frei, weil die Platte nur den unteren Teil der Decke bildet. Dafür sind seitlich Ausbruchstellen für Elektroleerrohre mit 20 und 25 Millimetern vorbereitet, und auch sie werden im Werk geöffnet. Auf der Baustelle folgt der Rest: Die Platte wird versetzt, die Decke fertiggestellt, und danach wird der Ausschnitt in die Aquapanel-Front geschnitten. Erst dann kommt der Lautsprecher. Für die Logistik nennt der Hersteller eine Palettierung von 66 Stück ohne Karton und 60 Stück mit Karton. Diese Zahlen zeigen, worauf die Reihe ausgelegt ist: auf Objekte mit vielen gleichen Decken. Für ein einzelnes Haus ist der Weg über ein Fertigteilwerk selten der passende. Für ein einzelnes Haus ist der Weg über ein Werk selten der passende, weil die Abstimmung denselben Aufwand hat wie bei achtzig Decken. Die Reihe ist erkennbar für Wohnanlagen, Hotels und Bürobauten gedacht.
Der Zeitpunkt liegt bei dieser Reihe noch früher als bei einer Ortbetondecke, weil die Entscheidung in die Fertigung der Deckenplatte fällt. Sobald die Platte gegossen ist, gibt es keine Möglichkeit mehr, ein Volumen hinzuzufügen. Die Stellen gehören also in die Werkplanung der Deckenelemente, abgestimmt mit dem Fertigteilwerk und dem Tragwerksplaner. Zwei Einschränkungen gehören dazu. Erstens die eine Baugröße mit 13,50 Litern und 150 Millimetern Einbautiefe; ein größerer Lautsprecher ist mit dieser Reihe nicht zu versorgen. Zweitens die Bauweise: Filigrandecken, Elementdecken und vorgefertigte Beton-Moduldecken. Für Ortbeton und für Trockenbau führt der Hersteller eigene Reihen. Vertrieben wird die Reihe für Deutschland und Österreich von der mediacraft AG. Unterstützt wird bei der Abstimmung mit dem Fertigteilwerk und bei der Prüfung, ob der gewählte Lautsprecher in das Volumen passt. Halten Sie am Ende fest, in welchem Element welches Bauteil liegt und welcher Lautsprecher vorgesehen war. Nach dem Verspachteln der Front ist von außen nicht zu erkennen, wo in der Decke ein Volumen sitzt. Ein Elementplan mit den eingetragenen Bauteilen gehört zu diesen Unterlagen.