Euroboxx Invisible IS6
Einbetoniergehäuse für den unsichtbaren Sonance IS6 in Betondecken, Betonwänden und gemauerten Wänden
Diese Reihe löst den Fall, in dem ein unsichtbarer Lautsprecher in eine Massivwand soll. Dort gibt es keinen Hohlraum, in den ein Korpus gestellt werden kann; der Raum hinter dem Lautsprecher muss beim Betonieren oder Mauern entstehen. Genau dafür sind diese Lautsprecher-Einbaugehäuse gebaut. Der Grundkörper besteht aus geschäumtem Kunststoff, grauem EPS mit 50 Kilogramm je Kubikmeter, und trägt rückseitig einen eingeklebten gequarzten Deckel aus OSB, der den Druck aufnimmt. Innen liegt eine Dämmung aus grauem Noppenschaumstoff von 15 Millimetern. Fünf Ausführungen deckt die Reihe ab, mit Innenvolumen von 16,70 bis 43,75 Litern, und die Bauhöhe beträgt 125 Millimeter bei höchstens 100 Millimetern Einbautiefe für den Lautsprecher. Angegeben ist die Brandschutzklasse B1. Für den Endkunden heißt das dieselbe Planbarkeit wie im Trockenbau: ein festes Volumen statt eines zufälligen Hohlraums. Für Architekten und Planer heißt das eine Entscheidung im Rohbau statt im Innenausbau. Fachhandel und Rohbauer bekommen ein Bauteil, das in die Schalung gesetzt wird und den Betonierdruck aufnimmt, ohne seine Form zu verlieren. Der rückseitige Deckel aus gequarztem OSB ist dafür da; ohne ihn würde geschäumter Kunststoff dem Druck nicht standhalten.
Einbetoniergehäuse für den unsichtbaren Sonance IS6 in Betondecken, Betonwänden und gemauerten Wänden
Einbetoniergehäuse für den unsichtbaren Sonance IS8 in Betondecken, Betonwänden und gemauerten Wänden
Einbetoniergehäuse für den unsichtbaren Sonance IS10 in Betondecken, Betonwänden und gemauerten Wänden
Einbetoniergehäuse für den unsichtbaren Sonance IS10-2W in Betondecken, Betonwänden und gemauerten Wänden
Einbetoniergehäuse für den unsichtbaren Wandlautsprecher Sonance IS10W in Betonwänden, gemauerten Wänden und Betondecken
Beim Einbetonieren entsteht ein Problem, das im Trockenbau nicht auftritt: Die Lage des Bauteils steht fest, sobald der Beton abgebunden hat, die endgültige Putzebene aber noch nicht. Ein paar Millimeter Abweichung genügen, und der Lautsprecher sitzt zu tief oder steht vor. Diese Reihe löst das mit einem innenliegenden Rahmen, der sich um 0 bis 40 Millimeter in der Höhe verstellen lässt. Ausgerichtet wird er nach dem Betonieren, auf die tatsächliche Putzebene, und erst danach kommt der Lautsprecher hinein. Das ist der eigentliche Grund, diese Reihe und kein selbst gebautes Kastenprofil zu verwenden. Für die Baustelle heißt es, dass eine Toleranz von vier Zentimetern verfügbar ist, ohne dass eine Fläche geöffnet werden muss. Im Lieferumfang liegen außerdem ein Schutzdeckel, der die Öffnung bis zur Montage verschließt, und ein Montage-Set. Für Planer heißt das eine Toleranz, die ausdrücklich vorgesehen ist, und nicht eine Nachbesserung. Nehmen Sie die Justage dennoch als eigene Leistung auf, weil sie zwischen Rohbau, Putzer und Elektro liegt und sonst niemandem zugeordnet ist. Der Schutzdeckel bleibt bis zur Montage des Lautsprechers in der Öffnung und wird zuletzt entfernt.
Die fünf Ausführungen unterscheiden sich im Innenvolumen, das von 16,70 bis 43,75 Litern reicht. Die Wahl richtet sich nach dem Lautsprecher, der eingebaut werden soll, und nicht nach dem Platz in der Wand; der Platz entsteht hier ohnehin erst mit der Schalung. Gemeinsam ist allen die Bauhöhe von 125 Millimetern und die Einbautiefe von höchstens 100 Millimetern für den Lautsprecher selbst. Für die Zuleitung sind Ausbruchstellen für Leerrohre mit 20 und 25 Millimetern vorbereitet; sie werden vor dem Einbetonieren geöffnet, und die Seite wird dabei festgelegt. Danach ist keine Änderung mehr möglich, deshalb gehört diese Entscheidung auf den Plan und nicht an die Baustelle. Angegeben ist die Brandschutzklasse B1, und das ist in Bauteilen mit Anforderung an den Brandschutz die Angabe, nach der zuerst gefragt wird. Für die Wahl der Ausführung gilt dieselbe Regel wie im Trockenbau: Sie folgt der Angabe des Lautsprecherherstellers und nicht einer Schätzung. Halten Sie je Stelle beides fest, die Ausführung und das Modell, weil die Zuordnung nach dem Betonieren nicht mehr zu ändern ist. Eine falsche Wahl bedeutet hier eine Öffnung in einer Massivwand.
Der Ablauf unterscheidet sich vom Trockenbau grundlegend, und deshalb liegt die Entscheidung viel früher. Das Bauteil wird in die Schalung gesetzt, bevor betoniert wird, zusammen mit dem Leerrohr. Danach folgt der Beton, dann die Justage des Rahmens auf die Putzebene, dann der Lautsprecher, und zuletzt die dünne Putzschicht, die auch ihn überdeckt. Verpasst man den ersten Schritt, bleibt nur eine nachträgliche Öffnung in einer Massivwand, und das ist eine andere Größenordnung als bei einer Gipsplatte. Planen Sie also mit dem Rohbau und nicht mit dem Innenausbau. Geliefert wird die Reihe für Deutschland und Österreich von der mediacraft AG. Sie unterstützt Fachhandel, Rohbauer, Architekten und Planer bei der Zuordnung zum Lautsprecher, bei der Lage der Ausbruchstellen und beim Termin in der Schalungsplanung. Halten Sie am Ende fest, an welcher Stelle welche Ausführung sitzt und wie der Rahmen justiert wurde. Nehmen Sie außerdem auf, auf welches Maß der verstellbare Rahmen eingestellt wurde, denn das ist die einzige Angabe, die erst auf der Baustelle entsteht. Ein Satz Fotos aus der Schalung gehört zu denselben Unterlagen; darauf ist die Lage vor dem Betonieren zu sehen, und später ist sie nicht mehr zu prüfen.