B-System · Serie

Euroboxx 2. Generation: einbetoniert in die Rohdecke

Das Gehäuse entsteht mit der Decke

In einer Ortbetondecke gibt es keinen Hohlraum, in den sich später ein Korpus stellen lässt. Wer dort einen Deckenlautsprecher will, muss den Raum dafür beim Betonieren vorsehen. Genau das ist die Aufgabe dieser Reihe. Das Bauteil wird vor dem Betoniergang auf die Schalung gesetzt, bleibt beim Einbringen des Betons an seinem Platz und bildet nach dem Ausschalen ein geschlossenes Volumen hinter dem späteren Lautsprecher. Vier Größen deckt die Reihe ab, mit Innenvolumen von 5,50, 8,50, 13,50 und 16,20 Litern. Der Grundkörper besteht aus grauem EPS mit 50 Kilogramm je Kubikmeter und trägt rückseitig einen eingeklebten gequarzten Deckel aus OSB, der den Druck des frischen Betons aufnimmt. Innen liegt eine Schaumstoffmatte von 10 Millimetern. Als Lautsprecher-Einbaugehäuse ist die Reihe mit der Brandschutzklasse B1 angegeben, was in Geschossdecken regelmäßig verlangt wird. Für den Endkunden heißt das ein Deckenlautsprecher in einer Betondecke, die sonst keinen zulässt. Planer und Fachhandel erhalten ein Bauteil mit festen Maßen für den Rohbau. Architekten betrifft vor allem die Öffnung in der Untersicht, Rohbauer die Lage in der Schalung. Alle drei Fragen treffen in derselben Zeichnung zusammen, und zwar früher als bei jeder anderen Bauweise.

Vier Größen und ihre Maße

Die beiden kleineren Ausführungen misst 330 mal 330 Millimeter, bei Höhen von 120 und 160 Millimetern; die beiden größeren messen 390 mal 390 Millimeter bei 175 und 200 Millimetern. Daraus ergeben sich die zulässigen Einbautiefen für den Lautsprecher: 105, 145, 160 und 185 Millimeter. Diese vier Zahlen sind die eigentliche Auswahlgrundlage, denn ein Deckenlautsprecher mit 150 Millimetern Bautiefe passt in die kleinste Ausführung nicht. Der zulässige Ausschnitt wächst mit der Größe. Rund sind 220 Millimeter bei der kleinsten und 240, 260 sowie 280 Millimeter bei den weiteren möglich. Bei der kleinsten kommt ein Quadrat von 200 mal 200 Millimetern hinzu. Werkseitig gibt es Aussparungssets von 120 bis 220 Millimetern in runder Form, sodass die Öffnung nicht auf der Baustelle entstehen muss. Wählen Sie die Größe nach dem empfohlenen Volumen und der Bautiefe aus dem Datenblatt des Lautsprechers, und prüfen Sie erst danach den Ausschnitt. Werkseitig gibt es Aussparungssets von 120 bis 220 Millimetern in runder Form, sodass die Öffnung abgestuft gewählt werden kann. Prüfen Sie dabei, welches Maß der vorgesehene Lautsprecher tatsächlich verlangt. Diese Staffelung deckt flache Deckenlautsprecher ebenso ab wie Modelle mit eigenem Tieftöner.

Was den Betoniergang übersteht

Beim Einbetonieren entscheidet nicht die Form, sondern die Lage. Dafür bringt das Bauteil zwei Teile mit. Vier Betonfüße von 25 Millimetern halten es über der Schalung, bei der größten Ausführung sind 25 bis 60 Millimeter möglich; damit lässt sich die Höhe an die Bewehrung anpassen. Dazu kommt ein Betonierring aus weißem EPS mit 30 Kilogramm je Kubikmeter und 50 Millimetern Höhe, der den Beton von der späteren Sichtfläche fernhält. Der Hersteller gibt an, dass sich das Bauteil in der Armierung platzieren lässt, ohne die Statik zu beeinträchtigen; die Abstimmung mit dem Tragwerksplaner bleibt dennoch Teil der Planung. Für die Zuleitung sind seitliche Ausbruchstellen für Elektroleerrohre mit 20 und 25 Millimetern vorbereitet. Diese werden vor dem Betonieren geöffnet, und die Seite steht danach endgültig fest. Vorgesehen ist die Reihe für Sichtbeton und für verputzte Decken, also für beide üblichen Oberflächen. Für die Untersicht heißt das: Die Kante der Öffnung entsteht am Betonierring und nicht durch Nacharbeit. Bei Sichtbeton ist das der Unterschied zwischen einer sauberen Laibung und einer gespachtelten Stelle. Die Ausbruchstelle wird vor dem Betoniergang geöffnet und ist danach endgültig.

Zeitpunkt, Grenzen und Bezug über mediacraft

Der Zeitpunkt ist bei dieser Reihe die wichtigste Größe. Das Bauteil gehört in die Schalungsplanung, nicht in den Innenausbau. Nach dem Betonieren ist keine Korrektur möglich, und eine nachträgliche Aussparung in einer Ortbetondecke ist eine andere Aufgabe mit anderem Aufwand. Planen Sie die Stellen deshalb zusammen mit der Bewehrung und legen Sie die Höhe über der Schalung fest. Zwei Grenzen gehören dazu. Erstens die Bautiefe: 105 bis 185 Millimeter je Größe, und ein tieferer Lautsprecher passt nicht. Zweitens der Einsatzbereich: Diese Reihe ist für Ortbetondecken gemacht; für Trockenbau führt der Hersteller eigene Reihen. Für Deutschland und Österreich kommt die Reihe über die mediacraft AG. Unterstützt wird bei der Wahl der Größe, bei der Lage der Ausbruchstellen und beim Termin in der Schalungsplanung. Halten Sie am Ende fest, welche Größe an welcher Stelle sitzt und wie hoch sie über der Schalung stand. Vermerken Sie zusätzlich den vorgesehenen Lautsprecher, weil die Größenbezeichnung ihn nicht erkennbar macht. Bei einem späteren Wechsel entscheidet sie darüber, ob Volumen und Bautiefe noch passen. Ein Foto aus der Schalung gehört zu denselben Unterlagen.