B-System · Serie

Dryboxx Universal: ein Korpus für fast jeden Einbaulautsprecher

Nicht auf ein Modell zugeschnitten, sondern auf das Maß

Die meisten Einbaugehäuse sind für einen bestimmten Lautsprecher gemacht: fester Ausschnitt, feste Zuordnung, fertig. Diese Reihe geht den umgekehrten Weg. Sie nennt ein größtes zulässiges Ausschnittmaß, und innerhalb dieser Grenze wird die Öffnung passend zum gewählten Lautsprecher gesetzt. Damit lassen sich auch Modelle versorgen, für die es kein eigenes Gehäuse gibt. Als Hilfe dafür liegt eine Entkopplungsmatte bei, auf der der größte Ausschnitt aufgedruckt ist; man sieht also unmittelbar, was noch geht und was nicht. Die Reihe umfasst acht Größen in zwei Bauformen. Für Decken gibt es drei Korpusse mit 430 mal 330 Millimetern in den Tiefen 97, 147 und 197 Millimetern, dazu einen größeren mit 555 mal 430 mal 197 Millimetern. Die Innenvolumen betragen 8,80, 15,00, 21,20 und 36,90 Liter. Für Wände gibt es vier flache Korpusse mit durchgehend 97 Millimetern Höhe, von 555 mal 430 bis 1150 mal 555 Millimetern, mit 15,30 bis 42,50 Litern. Der Hersteller nennt für diese Lautsprecher-Einbaugehäuse eine Verringerung der rückwärtigen Schallübertragung um bis zu 30 bis 40 Dezibel. Planer und Fachhandel bekommen eine Reihe, die mit acht Artikeln fast jeden Einbaulautsprecher abdeckt. Architekten gewinnen drei feste Bautiefen und Außenmaße, die in ein übliches Ständerraster fallen.

Welche Größe wofür

Bei der Decke entscheidet die Tiefe. Ein flacher Deckenlautsprecher kommt in den Korpus mit 97 Millimetern, ein tieferer in den mit 147 oder 197 Millimetern. Alle drei haben dieselbe Grundfläche von 430 mal 330 Millimetern und passen in dieselbe Aussparung. Der Ausschnitt darf bei diesen drei Größen rund bis 260 Millimeter oder rechteckig bis 330 mal 230 Millimeter sein. Die größte Deckenausführung mit 555 mal 430 Millimetern fasst 36,90 Liter und erlaubt einen runden Ausschnitt bis 360 Millimeter oder ein Rechteck bis 455 mal 330 Millimeter. Gedacht ist sie für große Deckenlautsprecher. Bei der Wand entscheidet die Länge. Alle vier Wandausführungen bauen 97 Millimeter tief und passen in eine Vorsatzschale auf üblichem Ständerwerk. Sie unterscheiden sich in der Fläche: 555 mal 430, 670 mal 555, 910 mal 555 und 1150 mal 555 Millimeter. Die zulässigen Ausschnitte reichen von 455 mal 330 bis 1050 mal 455 Millimetern. Laut Hersteller lässt sich die Wandausführung auch in einer Decke einsetzen. Entscheidend ist in beiden Fällen die Angabe des Lautsprecherherstellers zum empfohlenen Volumen; sie steht im Datenblatt und ist die eigentliche Grundlage der Wahl. Eine Größe nach Augenmaß führt zu einem Klang nach Zufall.

Was im Korpus steckt

Das Material ist weißes MDF mit auf Gehrung geschnittenen Kanten, innen ausgelegt mit Akustik-Noppenschaumstoff. Diese Dämpfung ist kein Zubehör, sondern der Grund, dass ein festes Volumen überhaupt wie ein Gehäuse arbeitet: Ohne sie entstehen stehende Wellen im Hohlraum, und die hört man als Betonung einzelner Töne. Dazu gehört die Entkopplungsmatte, die zwischen Korpus und Unterkonstruktion liegt und verhindert, dass Schwingung in das Bauteil übergeht; auf ihr steht der größte zulässige Ausschnitt aufgedruckt. Für die Zuleitung sind zwei Rohreinführungen mit Gummipfropfen für Leerrohre bis 25 Millimeter vorbereitet, sodass die Seite auf der Baustelle gewählt werden kann. Die Außenmaße sind auf die üblichen Ständerraster von 400, 500 und 625 Millimetern abgestimmt; ein Profil muss also nicht versetzt werden. Für die Deckenausführung nennt der Hersteller zusätzlich einen Schutz gegen Staub, Insekten und Riesel, und das ist in einer abgehängten Decke unter einem Dachboden ein praktischer Punkt. Der Hersteller nennt die Außenmaße ausdrücklich als auf die Raster abgestimmt, und das erspart im Trockenbau ein versetztes Profil. Für den Elektriker ist die freie Wahl der Rohrseite der praktische Teil.

Einbau, Grenzen und Bezug über mediacraft

Drei Festlegungen gehören vor die Bestellung. Erstens die Tiefe: Bei der Decke sind 97, 147 oder 197 Millimeter möglich, jeweils einschließlich 12,5 Millimeter Gipskarton, bei der Wand durchgehend 97 Millimeter bei 85 Millimetern Innenhöhe. Prüfen Sie die lichte Höhe der Abhängung oder der Vorsatzschale an jeder Stelle. Zweitens der Ausschnitt: Er wird vor Ort gesetzt und darf das aufgedruckte Maß nicht überschreiten; ein zu großer Ausschnitt schwächt den Korpus und kostet Volumen. Drittens der Zeitpunkt. Dieser Korpus gehört in das offene Ständerwerk, bevor beplankt wird; für bereits geschlossene Decken und Wände führt der Hersteller eine eigene Reihe mit werkseitig aufgeschraubter Gipskartonplatte. Für Deutschland und Österreich liefert die mediacraft AG; sie hilft bei der Wahl der Größe zum vorgesehenen Lautsprecher und bei der Abstimmung mit dem Trockenbau. Halten Sie am Ende fest, welche Größe an welcher Stelle sitzt und wie groß der Ausschnitt tatsächlich geworden ist. Nehmen Sie zusätzlich auf, welcher Lautsprecher vorgesehen war, weil die Größe allein diese Angabe nicht ersetzt. Bei einem späteren Wechsel entscheidet sie darüber, ob das vorhandene Volumen noch passt.