B-System · Serie

Dryboxx Invisible Stealth: drei Größen für eine ganze Lautsprecherfamilie

Drei Größen statt eines Korpus je Modell

Diese Reihe ist anders aufgebaut als die übrigen Lautsprecher-Einbaugehäuse des Herstellers. Dort gehört zu jedem Lautsprecher ein eigener Korpus; hier deckt eine Staffelung aus drei Größen eine ganze Familie ab. Die Größen heißen S, M und L, fassen 20,00, 24,35 und 33,40 Liter und sind auf die unsichtbaren Lautsprecher von Stealth Acoustics zugeschnitten. Deren Schallwand wird verputzt und verschwindet in der Fläche; über den Klang entscheidet dann der Raum dahinter. Genau diesen Raum legt der Korpus fest, und zwar unabhängig davon, wie die Wand gebaut ist. Alle drei Größen tragen dieselbe Bauhöhe: 85 Millimeter innen, 97 Millimeter am Korpus und 109 Millimeter mit allem. Das Material ist weißes MDF mit auf Gehrung geschnittenen Kanten, innen sitzt Akustik-Noppenschaumstoff, und eine Entkopplungsmatte liegt bei. Für den Endkunden heißt das ein Ergebnis, das nicht vom Hohlraum der Wand abhängt. Architekten erhalten drei feste Aussparungen und eine Bauhöhe, die in eine übliche Vorsatzschale passt. Planer und Fachhandel bekommen eine Reihe, in der die Zuordnung in einer Liste steht und nicht geschätzt wird. Der Hersteller führt die Reihe ausdrücklich für Trockenbauwände und abgehängte Decken.

Die Zuordnung steht in einer Liste

Welche Größe gebraucht wird, entscheidet nicht das Maßband, sondern die Angabe des Herstellers. Die Größe S ist für den LR 6G bestimmt und für den Mittel-Hochton-Teil des LRX-85. Die Größe M deckt den LR 8G, den SLR 8G, den LRX-83 und den B 22G ab. Die Größe L gehört zum LR 3G, zum B 30G und zum Tieftonteil des LRX-85. Daraus folgt der Satz, der in Angeboten am häufigsten fehlt: Ein System mit getrenntem Tiefton verlangt je Kanal zwei Einbaugehäuse, ein kleines und ein großes. Beim LRX-85 sind das die Größen S und L. Bei einer Front aus drei Kanälen ergeben sich daraus sechs Einheiten und nicht drei. Prüfen Sie die Stückzahl deshalb an der Liste und nicht aus dem Gedächtnis, denn eine falsche Zahl fällt erst am Einbautag auf. Die Aussparungen unterscheiden sich entsprechend: 338 mal 235 Millimeter bei S, 485 mal 250 Millimeter bei M und 680 mal 250 Millimeter bei L. Diese drei Maße gehören in jede Zeichnung, die der Trockenbau in die Hand bekommt. Zwei weitere Angaben erleichtern die Bestellung. Die Innenvolumen folgen den Größen mit 20,00, 24,35 und 33,40 Litern, und die Gesamthöhe ist überall gleich. Damit genügt für die Bestellung die Größe, sobald das Lautsprechermodell feststeht.

Was der Trockenbau wissen muss

Die Außenmaße sind nicht quadratisch, und das wiegt beim Einbau schwerer als die Volumenangabe. Die Größe S misst 555 mal 430 Millimeter, M misst 555 mal 670 Millimeter und L misst 910 mal 555 Millimeter, alle bei 97 Millimetern Höhe. Je Größe liegt die lange Seite also anders, und damit ist die Ausrichtung im Ständerwerk vorgegeben. Dazu kommt eine Vorgabe, die die Konstruktion bestimmt: Der Hersteller nennt für diese Reihe ein einziges Rastermaß von 625 Millimetern. Ein Ständerwerk mit 400 oder 500 Millimetern Achsmaß nimmt die Korpusse nicht ohne zusätzliches Profil auf. Für die Zuleitung stehen zwei Rohreinführungen mit Gummipfropfen für Leerrohre bis 25 Millimeter bereit, oben und unten; die Seite wählt der Elektriker selbst. Bis der Lautsprecher kommt, verschließt eine Platzhalter-Platte aus OSB die Aussparung. Sie liegt in drei Zuschnitten bei, 411 mal 411, 615 mal 411 und 730 mal 411 Millimeter bei 12 Millimetern Dicke, und bleibt bis zur Montage in der Öffnung. Die Entkopplungsmatte gehört zwischen Korpus und Unterkonstruktion und bleibt sonst in der Verpackung liegen. Eine gedruckte Anleitung ist ebenfalls dabei; sie gehört an die Baustelle. Wer beides weitergibt, erspart sich eine Rückfrage am Einbautag.

Grenzen, Anlieferung und Bezug über mediacraft

Zwei Grenzen gehören vor die Bestellung. Erstens der Untergrund: Diese Reihe ist für Trockenbauwände und abgehängte Decken gebaut. In Beton oder Mauerwerk kommt sie nicht zum Einsatz; dort verlangt der Hersteller ein Bauteil zum Einbetonieren. Zweitens der Zeitpunkt: Der Korpus steht im Ständerwerk, bevor beplankt wird, und danach hilft nur noch das Öffnen der Fläche. Die dritte Frage ist die Menge. Je Palette kommen 28, 24 oder 12 Stück, je nach Größe, und bei einem Objekt mit dreißig Einheiten bestimmt das den Liefertakt. Rechnen Sie das früh ein, weil es eine Frage der Anlieferung ist und nicht der Lagerhaltung. Für Deutschland und Österreich liefert die mediacraft AG; sie hilft bei der Zuordnung zum Lautsprechermodell, bei der Stückzahl mehrteiliger Systeme und bei der Abstimmung mit dem Trockenbau. Halten Sie am Ende fest, welche Größe an welcher Stelle sitzt und auf welcher Ebene sie befestigt wurde. Nach dem Verputzen ist davon nichts mehr zu erkennen. Nehmen Sie zusätzlich auf, welcher Teil eines geteilten Systems in welchem Korpus sitzt. Beide sehen bei der Lieferung gleich aus, und auf der Baustelle entscheidet diese Notiz darüber, ob der Tiefton an der richtigen Stelle landet.