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AVA Nano Brain: die Steuerzentrale in Handflächengröße

Eine Zentrale, die in die Hand passt

Eine Steuerzentrale ist in den meisten Anlagen ein Gerät im Rack: eine Höheneinheit, ein Netzteil, ein eigener Platz im Schrank. Diese Reihe dreht das um. Das Nano Brain wiegt 178 Gramm, braucht keine Höheneinheit und wird über USB-C mit 5 Volt und 3 Ampere versorgt. Es lässt sich hinter einem Fernseher befestigen, in ein Möbel legen oder an die Rückseite eines Racks schrauben. Gesteuert wird über drei Wege, und das ist der eigentliche Umfang: über das Netzwerk per IP, über Infrarot und über HDMI-CEC. Für den letzten Weg trägt das Gerät einen HDMI-Anschluss nach 2.1, und für Infrarot einen eingebauten Sender, den der Hersteller als Rundum-Blaster beschreibt. Dazu kommen drei USB-C-Anschlüsse für Zubehör und eine Reset-Taste. Das Gehäuse besteht aus einer Zinklegierung mit einem Teil aus Polycarbonat, der für Infrarot durchlässig ist; der Sender strahlt also durch das Gehäuse. Im Bereich der Universalfernbedienung und Steuerung ist das die kleine Lösung für einen Raum oder eine Wohnung und nicht die Zentrale für ein ganzes Haus. Für den Endkunden heißt das ein Teil, das niemand sieht. Planer und Fachhandel bekommen eine Zentrale, die ohne Rackplanung auskommt. Architekten betrifft vor allem die Frage, wo das Gerät liegt und was es dort braucht. Eine Netzwerkdose am Montageort genügt in vielen Fällen, weil Daten und Strom über dieselbe Leitung geführt werden können.

Was in dem Gerät steckt

Die Grundlage ist Android in der Fassung 11, darauf läuft die eigene Oberfläche des Herstellers. Der Prozessor hat vier Kerne mit 2 Gigahertz, dazu kommen 4 Gigabyte Arbeitsspeicher vom Typ LPDDR4. Das ist für eine Steuerzentrale reichlich und erklärt, warum Abläufe ohne merkliche Verzögerung schalten. Netzwerkseitig ist WLAN nach 802.11 a/b/g/n/ac vorhanden, sowohl bei 5 als auch bei 2,4 Gigahertz, dazu Bluetooth 5 mit Low Energy 5.0 und NFC. Eine Besonderheit betrifft die Verkabelung: Ethernet und Stromversorgung lassen sich über die Netzwerkleitung führen, allerdings nur mit einem Zusatzadapter. Wo eine Netzwerkdose liegt, genügt also eine Leitung für beides, und das ist bei einer Befestigung hinter einem Fernseher der sauberere Weg. Wichtig für die Bestellung: Das Netzteil gehört nicht zum Lieferumfang. Beigelegt sind die Zentrale, ein USB-A-auf-C-Kabel, eine Kurzanleitung und die Produktinformation. Rechnen Sie das Netzteil oder den Adapter also mit ein. An Zulassungen nennt der Hersteller FCC, CE, RoHS, WEEE, CB, UKCA und IC. Für die Bestellung heißt das: Prüfen Sie, ob am Montageort eine Steckdose oder eine Netzwerkdose vorhanden ist, und wählen Sie die Versorgung danach.

Infrarot: was das Gerät selbst kann

Der eingebaute Sender strahlt rundum, und das genügt für den einfachen Fall: Die Zentrale liegt im Sichtfeld der Geräte, etwa offen in einem Regal, und erreicht sie direkt. Sobald die Geräte hinter einer Klappe stehen oder in einem anderen Fach, reicht das nicht mehr. Dafür gibt es die flachen Emitter des Herstellers, die an einen der drei USB-C-Anschlüsse kommen und direkt vor das Empfängerfenster eines Geräts gelegt werden. Mit dem Splitter des Herstellers lassen sich mehrere davon betreiben. Für vorhandene Emitter mit 3,5-Millimeter-Stecker gibt es ein Adapterkabel. Diese Unterscheidung ist der Punkt, an dem eine Planung gelingt oder scheitert: Der Rundum-Sender ist eine Zugabe, kein Ersatz für Emitter in einem geschlossenen Möbel. Der dritte Weg, HDMI-CEC, deckt einen weiteren Teil ab. Über den HDMI-Anschluss lassen sich Fernseher und manche Zuspieler schalten, ohne dass Infrarot nötig ist. Prüfen Sie je Gerät, welcher der drei Wege funktioniert, und notieren Sie das Ergebnis. Diese Liste ist später die Grundlage jeder Störungssuche. Halten Sie fest, welches Gerät über welchen Weg geschaltet wird, und ergänzen Sie, wo ein Emitter sitzt. Diese Liste gehört in die Unterlagen der Anlage und nicht in das Gedächtnis des Installateurs.

Grenzen, Zubehör und Bezug über mediacraft

Drei Angaben gehören vor die Entscheidung. Erstens die Versorgung: 5 Volt und 3 Ampere über USB-C, ohne Netzteil im Umfang. Entweder kommt ein Netzteil dazu oder der Adapter für die Versorgung über die Netzwerkleitung, und beides ist eine eigene Position. Zweitens die Reichweite von Infrarot. Der eingebaute Sender hilft nur bei freier Sicht; für Geräte in einem geschlossenen Möbel gehören Emitter in die Rechnung, je gesteuertes Gerät einer. Drittens der Zuschnitt: Diese Zentrale ist für einen Raum oder eine Wohnung gedacht. Für ein Haus mit vielen Zonen ist die Frage, ob eine größere Lösung passt, vor dem Kauf zu klären. Lieferant für Deutschland und Österreich ist die mediacraft AG. Unterstützt wird bei der Auswahl des Steuerwegs je Gerät, bei der Zahl der Emitter und bei der Frage nach der Versorgung. Halten Sie am Ende fest, über welchen Weg jedes Gerät geschaltet wird und wo die Zentrale befestigt ist. Nehmen Sie zusätzlich die Adresse der Zentrale im Netzwerk auf, weil eine Steuerung ohne feste Adresse nach jedem Neustart des Routers neu gesucht werden muss.