Hyperion APR-16
Immersive-Sound-Prozessor, bis 16 Kanäle, mit Dirac und Dante/AES67, Hyperion Serie
Die Hyperion Serie teilt sich in zwei Gruppen, und beide arbeiten mit derselben Netzwerktechnik. Die erste Gruppe sind Prozessoren. Dazu gehört ein Immersive-Sound-Prozessor für bis zu 16 Kanäle mit Dirac sowie drei kleine eARC-Prozessoren, die den Ton eines Fernsehers über das Netzwerk weitergeben. Die zweite Gruppe sind drei Endstufen mit vier, fünf und sieben Kanälen in Class-H-Technik. Beide Gruppen verbindet Dante mit AES67, also eine Tonübertragung über Netzwerkkabel anstelle einzelner Audioleitungen. Aufgeführt ist die Reihe deshalb in vier Bereichen. Im Bereich AV-Receiver und AV-Prozessoren steht sie wegen der vier Prozessoren, bei den Dante-Verstärkern wegen der Netzwerkanbindung der Endstufen. Bei den Heimkino-Verstärkern steht sie wegen der Auslegung auf Dolby Atmos und DTS:X, bei den Mehrkanal-Verstärkern wegen der vier bis sieben Kanäle je Endstufe. Ein Gerät, das Verarbeitung und Leistung in einem Gerät vereint, gehört nicht zur Reihe: Prozessor und Endstufe bleiben getrennte Positionen. Das ist die Grundentscheidung dieser Serie, und sie prägt jede Anlage, die mit ihr gebaut wird. Wer hier plant, plant zwei Geräteklassen und ein Netzwerk, das beide verbindet. Beides zusammen ergibt eine Anlage, die sich über mehrere Räume verteilen lässt.
Immersive-Sound-Prozessor, bis 16 Kanäle, mit Dirac und Dante/AES67, Hyperion Serie
eARC-Prozessor mit Dante/AES67, 2 Kanäle, Hyperion Serie
eARC-Prozessor mit Dante/AES67, bis 10 Kanäle, Hyperion Serie
eARC-Prozessor mit Dante/AES67, bis 16 Kanäle, Hyperion Serie
7-Kanal-Endstufe in Class-H-Technik mit Dante, Hyperion Serie
5-Kanal-Endstufe in Class-H-Technik mit Dante, Hyperion Serie
4-Kanal-Endstufe in Class-H-Technik mit Dante, Hyperion Serie
Die drei Endstufen unterscheiden sich allein in der Kanalzahl und nicht in den Kennwerten je Kanal. Jeder Kanal gibt 230 Watt an 8 Ohm und 300 Watt an 4 Ohm ab; im Brückenbetrieb nennt der Hersteller 600 Watt an 8 Ohm. Der Übertragungsbereich ist mit 10 Hertz bis 20 Kilohertz bei plus und minus 1 Dezibel angegeben, der Klirrfaktor mit 0,04 Prozent bei 230 Watt an 8 Ohm. Der Störabstand liegt über 102 Dezibel in A-Bewertung, der Dämpfungsfaktor über 450. Die Mindestlast beträgt 4 Ohm je Kanal und im Brückenbetrieb 8 Ohm. Die Technik dahinter ist ein Class-H-Netzteil mit dynamischer Leistungszuteilung: Es führt die Reserve den Kanälen zu, die sie in dem Moment brauchen. Angeschlossen wird symmetrisch über XLR oder unsymmetrisch über Cinch, jeweils mit Durchschleifausgang, bei einer Eingangsempfindlichkeit von 1,42 Volt und 100 Kiloohm Eingangsimpedanz. Die Lautsprecher kommen an 5-Weg-Polklemmen. Für die Trennung nennt der Hersteller eine Flanke nach Linkwitz-Riley mit 24 Dezibel je Oktave. Je Endstufe stehen außerdem mehrere Betriebsarten zur Wahl, bei der siebenkanaligen Ausführung etwa 7-Kanal, 5.1 und 5-Kanal. Eine Angabe zur Leistungsaufnahme aus dem Netz nennt der Hersteller nicht.
Bei den Prozessoren sind die Unterschiede größer als bei den Endstufen. Der große Prozessor dekodiert bis zu 16 Kanäle mit Dolby Atmos, DTS:X und Dirac. Gewandelt wird mit einem Sabre-Baustein bei 24 Bit und 192 Kilohertz, und sieben HDMI-Eingänge nehmen 48 Gigabit je Sekunde entgegen. Seine 16 Ausgänge liegen als Cinch und als XLR an und sind frei zuweisbar. Bedient wird er über einen 7-Zoll-Touchscreen an der Front, über eine Weboberfläche, über RS-232 oder über das Netzwerk. Die drei kleinen Prozessoren haben eine andere Aufgabe: Sie nehmen den Ton eines Fernsehers über eARC entgegen und geben ihn über Dante und AES67 in das Netzwerk. Sie kommen mit Strom aus dem Netzwerkkabel aus, wiegen 230 bis 450 Gramm und lassen eine Verzögerung von 1, 2 oder 5 Millisekunden einstellen. Ein Unterschied gehört dabei genannt: Der kleinste überträgt zwei Kanäle als PCM, die beiden größeren verarbeiten Dolby Atmos und DTS-HD. Beim mittleren nennt der Hersteller im Namen bis zu 10 Kanäle und in der Beschreibung bis zu 8 Kanäle als Bitstream zuzüglich einer Stereo-Abmischung. Beide Zahlen sind hier so übernommen, wie der Hersteller sie nennt. Für die Auswahl ist deshalb die Zahl der Kanäle entscheidend, die vom Fernseher kommen sollen.
Für die Technikplanung zählen vier Angaben. Die Endstufen mit fünf und sieben Kanälen messen 432 mal 419 mal 133 Millimeter und belegen drei Höheneinheiten; mit Rackwinkeln sind sie 483 Millimeter breit, und sie wiegen 19,5 Kilogramm. Die vierkanalige Endstufe ist mit 89 Millimetern Höhe flacher, belegt zwei Höheneinheiten und wiegt 17,25 Kilogramm. Der große Prozessor belegt drei Höheneinheiten bei 8,48 Kilogramm; seine Maße nennt der Hersteller in Zentimetern mit drei Dezimalstellen, was auf eine Umrechnung aus Zoll hindeutet. Die drei kleinen Prozessoren sind Handgeräte von 110 bis 146 Millimetern Breite und lassen sich hinter einem Fernseher unterbringen. Zwei Dinge gehören zusätzlich in die Planung. Für jede Endstufe ist eine eigene Zuleitung vorzusehen, denn drei Geräte mit je sieben Kanälen summieren sich. Und für Dante ist ein Netzwerk mit ausreichender Güte nötig, das die Tonkanäle und die Steuerung gemeinsam trägt. Geschaltet wird über einen 12-Volt-Trigger, bei den kleinen Prozessoren über die Versorgung aus dem Netzwerkkabel. Vertrieben wird die Hyperion Serie von der mediacraft AG. Die Breite mit Rackwinkeln beträgt 483 Millimeter und passt damit in ein 19-Zoll-Rack.